36 Grad: Neue Hitzewelle rollt auf Baden-Württemberg zu

Eine Fotomontage mit einem Thermometer, das 40 Grad anzeigt. Davor ein Warndreieck mit einem Ausrufezeichen darin. Darunter steht das Wort "Hitzewelle". Im Hintergrund sieht man die Sonne leuchten.
Symbolbild © imago/Christian Ohde

Der Sommer 2026 könnte in die Wettergeschichte als einer der heißesten überhaupt eingehen. Auf Baden-Württemberg rollt nun die nächste Hitzewelle zu und viele sind immer noch nicht gut vorbereitet.

Die nächste dramatische Hitzewelle soll Rekordwerte bringen und gleich mehrere Probleme in Baden-Württemberg deutlich verschlimmern. Die 35 Grad könnten wieder geknackt werden.

Die Temperaturen steigen weiter – doch viele Risiken werden erst auf den zweiten Blick sichtbar

Der Sommer zeigt sich erneut von seiner extremen Seite. In Baden-Württemberg erwarten Meteorologen in den kommenden Tagen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke, regional könnten sogar bis zu 37 Grad erreicht werden. Mit jedem heißen Tag wachsen die Belastungen für Mensch, Tiere und Natur. Dabei entscheidet nicht allein die Lufttemperatur darüber, wie gefährlich Hitze wird. Für offizielle Hitzewarnungen spielt vor allem die gefühlte Temperatur eine wichtige Rolle. Sie berücksichtigt zusätzlich Luftfeuchtigkeit, Wind und Sonneneinstrahlung. Deshalb kann sich ein Tag deutlich belastender anfühlen, als das Thermometer vermuten lässt.

Ein wichtiger Verbrauchertipp: Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt, Wohnräume morgens zu lüften und tagsüber Fenster sowie Rollläden geschlossen zu halten. Körperliche Anstrengungen sollten möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Auch sollten ältere Menschen und Kleinkinder an heißen Tagen besonders regelmäßig trinken, da ihr Durstgefühl häufig später einsetzt.

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Hitzewelle in Baden-Württemberg bringt Probleme für ganz Südwesten mit sich

Die anhaltende Trockenheit bereitet vielen Landwirten zunehmend Sorgen. Vor allem Mais und Roggen reagieren empfindlich auf den Wassermangel. Sollte der dringend benötigte Regen weiter ausbleiben, rechnen Fachleute regional mit deutlichen Ertragseinbußen. Denn auch andere Getreidesorten bilden vielerorts kleinere Körner aus. Parallel steigt die Waldbrandgefahr erheblich. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in zahlreichen Regionen die höchste Warnstufe. Bereits ein heißer Fahrzeugkatalysator, Funken oder achtlos weggeworfene Zigaretten können ausreichen, um trockene Vegetation zu entzünden. Gleichzeitig warnen Forstexperten vor sogenannten Grünastabbrüchen.

Besonders außergewöhnlich ist dabei auch die Lage am Bodensee. Der Wasserpegel sank zuletzt auf lediglich 3,16 Meter und erreichte damit nach aktuellen Messungen einen historischen Tiefstand für einen 10. Juli. Das wirkt sich nicht nur auf die Schifffahrt aus, sondern belastet auch Uferbereiche und empfindliche Lebensräume. Nach den aktuellen Vorhersagen ist leider vorerst auch keine nachhaltige Entspannung in Sicht.

(Quellen: DWD, SWR, Tagesschau)