470 Tiere sterben bei Großbrand – Schaden geht in die Millionen

In einem Industrie- oder Lagergebäude ist ein Brand ausgebrochen. Im Vordergrund liegen große Holzpaletten. Hinter den Paletten schlagen große Flammen aus dem Gebäude. Es steigt dichter Rauch auf.
Symbolbild © istockphoto/ Sjo

Für sie endete dieses plötzliche Feuer tödlich: Hunderte Tiere sind einem tragischen Großbrand zum Opfer gefallen. Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu mehreren Brandereignissen in der Landwirtschaft. Häufige Ursachen und was zum aktuellen Fall bekannt ist.

Für diese Tiere gab es keine Rettung mehr. Hunderte Gänse und Hühner sind bei einem Brand gestorben. Die Details zum verheerenden Feuer.

Brandstiftung, Fehlverhalten, Schäden: Warum es auf Höfen brennt

Hunderte Tiere mussten bei einem Feuer auf diesem Aussiedlerhof ihr Leben lassen. Brandereignisse in der Landwirtschaft, die in Betrieben und Tierställen stattfinden, sind hierzulande keine Seltenheit. Zwar gibt es keine offizielle Statistik, doch Schätzungen auf Basis von Versicherungsdaten zeigen, dass es jährlich etwa 3.000 bis 5.000 Fälle sind. Die Ursachen sind vielfältig: Abgelegene Höfe haben es oftmals mit vorsätzlicher Brandstiftung zu tun, da Täter ihr Ziel unkompliziert ins Visier nehmen können.

Auch menschliches Fehlverhalten kann einen Brand begünstigen. Hierzu zählen etwa der fahrlässige Umgang mit offenem Feuer oder handwerkliche Arbeiten ohne Sicherheitsabstand, die in der Nähe von brennbaren Materialien stattfinden. Auch Zigarettenstummel, die man achtlos entsorgt, sind ein Grund. Hinzu kommen technische Defekte, die ein gefährliches Feuer auslösen können. Warum es nun zu einem Großbrand auf einem Geflügelhof in Grosselfingen kam, ist nach aktuellem Stand offenbar noch unklar ‒ es liegen zumindest keine offiziellen Informationen zum Hergang vor.

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Hunderte Tiere bei tragischem Großbrand gestorben

Am Samstag (19. September) brach das Feuer auf dem entsprechenden Hof in Grosselfingen aus. Nach ersten Einschätzungen ging man von etwa 600 gestorbenen Hühnern und Gänsen aus. Inzwischen wurde die Zahl allerdings aktualisiert: Es sind ungefähr 470 Tiere ums Leben gekommen. Zwei Einsatzkräfte verletzten sich während der Löscharbeiten. Neben den Feuerwehrleuten halfen auch Landwirte bei den Arbeiten. Trotz des Einsatzes konnte nicht alles gerettet werden. Ein rund 60 Meter langes Gebäude, das in Flammen stand, stürzte ein. Auch mehrere landwirtschaftliche Maschinen fielen dem Brand zum Opfer. Aufgrund des Ausmaßes gehen Fachleute nun von einem beträchtlichen finanziellen Schaden aus, der im Millionenbereich liegt.

(Quellen: Stuttgarter Zeitung, SWR, Hasepost, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)