80.000 Euro Schaden: Blitzer abgefackelt in Baden-Württemberg

An der Straßenseite steht ein Blitzer, der die Geschwindigkeit der Fahrzeuge erfasst. Im Hintergrund fährt ein Camper vorbei und wird geblitzt. Wer zu schnell ist, muss mit einer hohen Strafe oder einem Bußgeld rechnen.
Symbolbild © imago/Westend61

Ein Totalschaden und viele offene Fragen: Unbekannte haben eine mobile Radarfalle abgefackelt in Baden-Württemberg – der Schaden beläuft sich auf rund 80.000 Euro und die Polizei ermittelt.

Die bittere Bilanz sorgt nicht nur bei den Ermittlern für Kopfschütteln, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf eine zunehmend aggressive Grundstimmung. In der betroffenen Gemeinde läuft die Suche nach den Tätern auf Hochtouren.

Flammen im Morgengrauen

Am Ortsrand von Bad Krozingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist es in der Nacht auf Sonntag zu einem Vorfall gekommen, der für ordentlich Gesprächsstoff sorgt. Bislang unbekannte Täter setzten an der Landesstraße 120 im Bereich der Unterführung der Freiburger Straße gegen 4:50 Uhr eine mobile Radaranlage in Brand. Die Ermittler schätzen den Schaden auf rund 80.000 Euro. Die Anlage wurde dabei offenbar gezielt angegriffen: Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde ein Brandbeschleuniger verwendet, um die Technik schnell in Flammen aufgehen zu lassen.

Entdeckt hatte das Feuer eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife am frühen Sonntagmorgen. Ob es sich um eine spontane Tat im Affekt oder um eine geplante Aktion handelt, ist derzeit noch vollkommen unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch mögliche Zeugen werden dringend gesucht.

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Blitzer im Visier – ein bundesweiter Trend?

Der zerstörte Blitzer in Baden-Württemberg ist kein Einzelfall, sondern fügt sich in eine auffällige Entwicklung ein. Blitzer stehen zunehmend im Fokus öffentlicher Diskussionen. Eine Analyse des Verbraucherportals „Allright“ zeigt, dass in Deutschlands größten Städten im Schnitt rund 20,86 Blitzer gleichzeitig im Einsatz sind. Davon sind etwa 15,3 fest installiert, der Rest mobile oder teilstationäre Anlagen.

In einigen Städten nimmt die Dichte der Überwachungsgeräte weiter zu. Freiburg gilt demnach als eine Art Blitzer-Hauptstadt, während in Magdeburg vergleichsweise wenige Anlagen im Verhältnis zur Straßenfläche stehen. Insgesamt ist die Zahl der Blitzer im Vorjahresvergleich um mehr als zwölf Prozent gestiegen. Ein Trend, der vielerorts für Diskussionen zwischen Verkehrssicherheit und Überwachung sorgt. Während die Ermittler in Bad Krozingen weiter nach den Tätern suchen, bleibt eine Frage offen: War es ein gezielter Angriff auf Verkehrskontrollen – oder nur sinnloser Vandalismus mit hoher Schadensbilanz?

(Quellen: dpa, Polizei Freiburg)