
Dieses Aus kommt überraschend und ist wirklich bitter. Ein altes Industrieunternehmen schließt nach so vielen Jahren nun endgültig in Baden-Württemberg. Für viele endet damit eine Ära.
Es stand schon oft auf der Kippe, doch dieses Aus war dennoch nicht vorhersehbar. Ein altes Industrieunternehmen schließt in Baden-Württemberg für immer seine Tore. Dass es nun doch so weit kommen muss, schockiert nicht nur die Belegschaft.
Zentraler Bestandteil der modernen Wirtschaft
Industrieunternehmen bilden einen zentralen Bestandteil der modernen Wirtschaft und sind für die Herstellung, Verarbeitung und Weiterentwicklung von Gütern verantwortlich. Dabei reichen ihre Tätigkeitsfelder von der Rohstoffverarbeitung über den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zur Fertigung komplexer technischer Komponenten und Konsumgüter. Industrieunternehmen sind dabei in zahlreichen Branchen tätig, darunter im Automobilbau, in der Luft- und Raumfahrtindustrie, in der Medizintechnik sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Trotz ihrer Vielseitigkeit bleiben auch Industrieunternehmen von den Auswirkungen der schwachen Konjunktur sowie der hohen Energie- und Rohstoffkosten nicht verschont. Ein altes Industrieunternehmen schließt nun in Baden-Württemberg.
Keine Investorenlösung trotz zahlreicher Bemühungen
Die Wurzeln des Industrieunternehmens Galvanoform Innovative Technologies GmbH reichen bis ins Jahr 1956 zurück. Dieses Unternehmen mit Sitz in Lahr zählt zu den führenden Herstellern von Präzisionswerkzeugen für die Galvanoformung und galvanoplastische Fertigungsverfahren. Doch auch dieses Unternehmen blickt auf eine wechselvolle Unternehmensgeschichte zurück, die in den vergangenen Jahren von mehreren Insolvenzverfahren geprägt war. Bereits im Dezember 2019 und im November 2022 geriet das Industrieunternehmen in wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten, sodass jeweils ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht Offenburg gestellt wurde.
Aufgrund der im April 2023 umgesetzten Sanierung wurde der Geschäftsbetrieb mit der neu gegründeten Galvanoform Innovative Technologies GmbH fortgesetzt. Trotz dieser letzten erfolgreichen Sanierung war es notwendig, im März 2026 erneut einen Insolvenzantrag aufgrund starker Umsatzrückgänge zu stellen. Den Geschäftsbetrieb führte das Unternehmen zunächst in vollem Umfang weiter, während parallel nach möglichen Lösungen gesucht wurde. Jedoch war es im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht mehr möglich, eine Investorenlösung zu finden. Trotz zahlreicher Bemühungen beschlossen deshalb die Verantwortlichen die Einstellung des Geschäftsbetriebs zum 1. Juni 2026. Von den ursprünglich rund 70 Beschäftigten hatten bereits einige im Vorfeld das Unternehmen verlassen. Die verbleibenden etwa 60 Mitarbeiter verlieren mit der Schließung nun ihren Arbeitsplatz.
(Quellen: Schultze & Braun, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














