
Der Winter überrascht noch einmal: Skifahrer, Rodler und Winterwanderer können sich freuen, denn die Skigebiete im Schwarzwald drehen kurz vor Ostern noch einmal richtig auf.
Der Winter meldet sich überraschend zurück – und plötzlich drehen sich im Schwarzwald wieder die Lifte. Für Wintersportfans gibt es zum Saisonende noch einmal echte Schnee-Chancen.
Später Wintergruß: Lifte drehen sich wieder
In den Hochlagen ist noch einmal frischer Schnee gefallen – und sorgt jetzt für ein kleines, unerwartetes Saisonfinale. Am Feldberg sind die Lifte wieder in Betrieb gegangen. Die Feldbergbahnen haben ihren Betrieb kurzfristig erneut aufgenommen und bleiben bis einschließlich Ostermontag geöffnet.
Aktuell laufen mehrere Anlagen und ab Karfreitag kommt noch eine Besonderheit dazu: Dann fährt auch die 6er-Sesselbahn am Seebuck für Fußgänger, die die verschneite Berglandschaft genießen wollen. Nach Ostern ist allerdings endgültig Schluss: Die Feldbergbahnen gehen anschließend für rund dreieinhalb Wochen in die planmäßige Revision. Der Start in die Sommersaison ist für den 1. Mai geplant. Für den Doppelsessellift am Seebuck war es allerdings die letzte Saison. 1983 ging die Anlage in Betrieb, nun läuft ihre Genehmigung aus. Eine Verlängerung lohnt sich wirtschaftlich nicht. An seine Stelle soll künftig ein „Flying Fox“ treten – eine Seilrutsche für vier Personen. Für die Sommersaison 2026 wird diese jedoch nicht fertig werden.
Auch in anderen Skigebieten läuft noch etwas
In Todtnauberg soll der Stübenwasenlift noch einmal in Betrieb gehen. Außerdem sind Winterwanderwege und Schneeschuhtrails rund um Feldberg und Todtnauberg weiterhin begehbar. Im Skizentrum Muggenbrunn läuft ebenfalls noch Betrieb. Dort sind der Skilift Wasen und der Zauberteppich geöffnet. Und auch am Belchen gibt es gute Nachrichten für Langläufer. Immer wieder fallender Schnee machte es möglich, die Loipen im Langlaufzentrum Hohtann erneut zu präparieren. Selbst die Belchen-Seilbahn nimmt noch einmal Wintersportler mit auf den Berg.
Doch trotz des späten Schneeglücks bleibt der Blick in die Zukunft schwierig. Am Feldberg werden Frosttage zunehmend seltener: Zwischen 1961 und 1990 gab es durchschnittlich 144 pro Jahr, zwischen 1995 und 2024 nur noch 125. Im Jahr 2024 waren es sogar lediglich 99. Jeder zusätzliche Skitag bringt Einnahmen – und genau dieses Geld soll helfen, den Schwarzwald an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen. Deshalb setzen die Betreiber zunehmend auf technische Beschneiung mit Schneekanonen und planen sogar ein großes neues Speicherbecken für Wasser.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutscher Wetterdienst)














