
Der Sommer verabschiedet sich in Baden-Württemberg mit einer ersten Bilanz. Hitze, viel Sonne und wochenlange Trockenheit haben das Land unter anderem geprägt. Jetzt steht fest: Dieser Sommer stellt sogar frühere Extremjahre in den Schatten.
Mit dem 1. September beginnt der meteorologische Herbst. Pünktlich zum Saisonwechsel hat der Deutsche Wetterdienst die Zahlen für Juni, Juli und August ausgewertet. Sie zeigen, wie außergewöhnlich die vergangenen drei Monate tatsächlich waren.
Baden-Württemberg erlebt seinen heißesten Sommer
Baden-Württemberg hat 2026 nach der vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes den wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 erlebt. Denn die Durchschnittstemperatur erreichte 21,1 Grad. Damit lag sie 4,9 Grad über dem Vergleichswert der international verwendeten Referenzperiode 1961 bis 1990. Schon der Juni stellte unter anderem die Weichen für den Rekordsommer. Demnach war er der zweitwärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Juli landete auf Platz drei. In den ersten Augustwochen folgte die nächste intensive Hitzephase.
Besonders deutlich wird das Ausmaß bei den Hitzetagen. Als Hitzetag zählt der DWD einen Tag mit mindestens 30 Grad. Im Flächen-Mittel kamen in Baden-Württemberg in diesem Sommer rund 35 solcher Tage zusammen – so viele wie noch nie seit Beginn der Messungen. Selbst höher gelegene und deutlich kühlere Regionen fließen in diesen Durchschnitt ein. Am Hoch- und Oberrhein Wetterstationen teilweise sogar mehr als 50 Hitzetage.
Nicht nur die Hitze stellt Baden-Württemberg vor Probleme
Der Rekordsommer brachte gleichzeitig viel zu wenig Regen. Nach der DWD-Bilanz gehört 2026 zu den fünf trockensten Sommern in Baden-Württemberg. Zudem kamen rund 866 Sonnenstunden zusammen. Damit erreicht der Sommer den zweithöchsten Wert seit Beginn der Messung im Jahr 1951. Die Folgen zeigen sich noch zu Beginn des Herbstes. Niedrige Wasserstände belasten insbesondere Flüsse und Seen, Böden sind vielerorts ausgetrocknet. Auch Landwirte kämpfen mit den Folgen. Denn besonders Futterwiesen litten unter der Kombination aus Hitze und fehlendem Regen.
Hinzu kommen gesundheitliche Gefahren. Das Robert Koch-Institut beobachtet während des Sommers die hitzebedingte Sterblichkeit. Der aktuelle Bericht reicht bis Mitte August und zeigt, dass längere Hitzeperioden die Zahl der Todesfälle deutlich erhöhen können. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
(Quellen: DWD, RKI)














