Baden-Württemberg hat eines der schönsten Winter-Schlösser

Ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt bei Nacht, mit festlich beleuchteten Buden, Besuchern und dem imposant angestrahlten Heidelberger Schloss in Baden-Württemberg im Hintergrund.
Symbolbild © imago/Peter Widmann

Verschneite Mauern, große Geschichte und ein Rekord bei den Besucherzahlen: Dieses Wahrzeichen Baden-Württembergs gilt als eines der schönsten Winter-Schlösser Deutschlands und begeistert Jahr für Jahr Tausende Gäste.

Schnee knirscht unter den Füßen, Nebel liegt über dem Tal – und hoch oben thront ein Schloss, das im Winter besonders verzaubert und Besucher magisch anzieht.

Wintermärchen über den Dächern der Altstadt

Zwischen sanften Hügeln, Flusstälern und historischen Städten ragen in Baden-Württemberg imposante Schlösser und Burgen empor, die im Winter wie aus einem Märchen wirken. Die Autovermietung SIXT hat genau hingeschaut und ein Ranking der schönsten Schlösser und Burgen Deutschlands in der kalten Jahreszeit erstellt. Bewertet wurden unter anderem die Häufigkeit von Google-Suchanfragen, die Größe der Bauwerke sowie die durchschnittliche Zahl an Schneetagen im Dezember.

Ein Bauwerk aus dem Südwesten schaffte es dabei bis auf Platz vier – und lässt Winterfans wie Kulturfreunde gleichermaßen schwärmen. Monatlich rund 110.000 Suchanfragen bei Google und im Schnitt elf Schneetage im Dezember zeigen: Dieses Schloss ist nicht nur bekannt, sondern gerade im Winter ein echter Publikumsliebling. Hoch über einer der reizvollsten Altstädte des Landes gelegen, bietet es einen Anblick, der selbst bei grauem Himmel beeindruckt – und bei Schnee schlicht überwältigend ist.

Lesen Sie auch
Keine Züge mehr: Hauptbahnhof gesperrt in Baden-Württemberg

Geschichte, Rekorde und große Gefühle

Die Rede ist vom Schloss Heidelberg, der wohl berühmtesten Ruine der Welt. Errichtet aus rotem Neckartaler Sandstein, thront sie am Nordhang des Königstuhls und blickt majestätisch auf die Heidelberger Altstadt hinab. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Über Jahrhunderte hinweg wurde das Schloss erweitert, zerstört und wieder aufgebaut. Besonders im 16. und 17. Jahrhundert erlebte es als Residenz der Kurfürsten von der Pfalz seine glanzvollste Zeit.

Heute erzählen unterschiedliche Baustile von dieser bewegten Geschichte. Trotz schwerer Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und mehrerer Blitzeinschläge ist das Schloss ein Touristenmagnet geblieben. 2024 war eines der besucherstärksten Jahre überhaupt: 1.073.002 Besucher strömten zur Ruine, fast 11,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch Baden-Württemberg insgesamt profitiert vom Reiselust-Boom. Mit knapp 59 Millionen Übernachtungen erreichte der Tourismus 2024 eine neue Höchstmarke. Das Schloss Heidelberg spielt dabei eine zentrale Rolle. Besucher können bei Führungen die prächtigen Fassaden, den berühmten Fasskeller mit dem riesigen Weinfass oder das Deutsche Apotheken-Museum entdecken. Der Eintritt kostet 11 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, Führungen gibt es gegen Aufpreis.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Informationen von Schloss Heidelberg)