
Zur WM 2026 wird Baden-Württemberg zur Fan-Zone. Überall gibt es Public Viewing, doch nicht jede Stadt feiert gleich lange und laut – die Regeln unterscheiden sich teils deutlich.
Lange Fußballnächte, Gänsehaut-Momente und Jubel unter freiem Himmel: Zur WM 2026 wird im Südwesten wieder gemeinsam mitgefiebert.
Fußballnächte unter freiem Himmel: Diese Städte lockern die Regeln
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 läuft, doch dieses Mal gibt es eine Besonderheit: Wegen der Austragung in den USA, Mexiko und Kanada laufen viele Spiele hierzulande erst spät am Abend oder sogar mitten in der Nacht. Damit Fans trotzdem gemeinsam jubeln können, hat die Bundesregierung Sonderregelungen ermöglicht. Doch wie genau sieht das in Baden-Württemberg aus? Die Landeshauptstadt Stuttgart zeigt sich großzügig. Public Viewing im Freien wird während der WM bis Mitternacht toleriert, solange sich Anwohner nicht beschweren. Wer lieber in Kneipen oder Gaststätten schaut, muss trotzdem die gesetzlichen Sperrzeiten beachten. Diese beginnen unter der Woche um 3 Uhr, am Wochenende um 5 Uhr.
In Mannheim darf man in der Außengastronomie grundsätzlich bis 24 Uhr gemeinsam schauen. In Karlsruhe prüft man dagegen jeden Antrag einzeln. Gastwirte können eine Verlängerung beantragen, damit Spiele der deutschen Nationalmannschaft bis zum Ende der Partie plus dreißig Minuten gezeigt werden dürfen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Anpfiff spätestens um 23 Uhr erfolgt. In Heilbronn dürfen alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft bis zum Schlusspfiff übertragen werden. Lörrach erlaubt grundsätzlich alle WM-Partien mit Anstoß bis 22 Uhr. Für das Viertelfinale und das Spiel um Platz drei gelten sogar Sonderausnahmen für spätere Anstoßzeiten. In Heidelberg bleiben die Regeln strenger. In der Altstadt können Betriebe zwar Ausnahmen beantragen, doch draußen ist spätestens um Mitternacht Schluss. Innen sind Übertragungen nach Genehmigung maximal bis 2 Uhr möglich.
Vorsicht beim Feiern: Das ist für Fans tabu
Die Polizei weist darauf hin, dass Autokorsos nicht erlaubt sind. Auch Bengalos und Feuerwerkskörper bleiben verboten und können gefährlich werden. Bei nächtlichen Jubelrufen gilt ebenfalls Rücksichtnahme. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr dürfen Anwohner nicht unzumutbar gestört werden.
Und noch etwas sollten WM-Fans bedenken: Die längste Fußballnacht ist keine Entschuldigung für Zuspätkommen im Job. Wer wegen eines Spiels verschläft oder während der Arbeitszeit heimlich Fußball schaut, riskiert Ärger mit dem Arbeitgeber – im schlimmsten Fall sogar eine Abmahnung.
(Quelle: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














