Baden-Württemberg: Jugendliche sollen Mord geplant haben

Aus einem Wohnhaus kommen aus einem Ausgang mehrere Menschen in weißen Ganzkörper-Anzügen sowie Beamte der örtlichen Polizei heraus. In dem Haus soll eine Leiche gefunden worden sein.
Symbolbild Foto: Armin Weigel/dpa

Es ist einfach unfassbar, doch mehrere Jugendliche sollen in Baden-Württemberg einen Mord geplant haben. Dank der im Vorfeld durchgeführten Ermitttlungen konnte dieses schlimme Verbrechen jedoch verhindert werden.

Eigentlich ermittelten die Beamten wegen einer anderen Straftat und deckten dabei etwas Furchtbares auf. Mehrere Jugendliche aus Baden-Württemberg sollen tatsächlich einen Mord an einen anderen Jugendlichen geplant haben.

Bürger trifft Schockwelle: „Können es immer noch nicht fassen“

Die Bürger zeigen sich immer noch schockiert und können es gar nicht fassen. Man mag sich gar nicht ausmalen, wie sich nun das potenzielle Opfer und seine Familie fühlen müssen, dass es nur knapp einem Mordanschlag entgangen ist. Auch an den Schülern mag dies wohl nicht spurlos vorbeigehen. Am Dienstag teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, dass im Umfeld einer Oberesslinger Schule die Handschellen klickten. Die Polizei hat vier Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren festgenommen. Sie sollen eine schwere Straftat geplant haben, die die Beamten verhindern konnten. Die Ermittler sprechen von der Planung eines Mordes, der an einem Jugendlichen aus dem Umfeld der vier Beschuldigten verübt werden sollte.

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Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen – Eigentlich ermittelten die Beamten wegen einer anderen Straftat

Auch der Zufall spielte wohl eine große Rolle. Denn eigentlich hatten die Beamten wegen schweren sexuellen Kindermissbrauchs ermittelt. Dieser soll online stattgefunden haben, weshalb man die entsprechenden Daten überprüfte und auswertete, darunter mehrere Mobiltelefone. Im Zuge dieser Ermittlungen stieß die Polizei dann auf den geplanten Mord. Bei der Festnahme trug einer der Jugendlichen sogar einen Schlagring bei sich. Zwei der mutmaßlichen Täter hat die Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt, die beiden anderen müssen in Untersuchungshaft bleiben. Gegen einen von ihnen erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Verabredung zum Mord. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern muss sich ebenfalls ein Jugendlicher verantworten.

Wie die Polizei mitteilt, habe für die Schüler sowie die Lehrkräfte zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Man habe die Betroffenen vorübergehend ins Klassenzimmer geschickt. Weitere Angaben wollen weder Ermittler noch die Generalstaatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben.

(Quellen: Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Ermittlungsbehörden, dpa)