
Die Bürger in Baden-Württemberg können aufatmen, denn die Kriminalität in dem Bundesland ist deutlich gesunken. Damit zählt es laut Statistik zu den sichersten Ländern in Deutschland.
Aktuelle Zahlen zeigen, dass Baden-Württemberg weiterhin eines der sichersten Bundesländer ist, denn die Kriminalität ist deutlich gesunken. Doch es gibt auch eine Kehrseite, an der die zuständigen Behörden weiterhin verstärkt arbeiten wollen.
Kriminalitätsraten steigen: „Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt“
Zwar stehen die Zahlen aus allen Bundesländern bezüglich der Kriminalität für 2025 noch nicht fest. Experten gehen jedoch aufgrund bisheriger Hochrechnungen davon aus, dass die Zahlen angestiegen sind. Bereits 2024 erreichten die Kriminalitätsfälle einen neuen Höchstwert. Zwar sank die Gesamtanzahl damit um 1,7 Prozent leicht. Doch Fachleute führen dies auf die Legalisierung von Cannabis zurück. Die Gewalttaten stiegen im Vergleich zu 2023 um 1,5 Prozent. Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ist deutschlandweit gestiegen. 2023 stiegen sie um 19,1 Prozent. Und dennoch kann man sagen, dass Deutschland eines der sichersten Länder der Welt ist. Man muss außerdem zwischen den einzelnen Bundesländern unterscheiden. Berlin hat laut Statistiken aus dem Jahr 2024 die höchste Kriminalitätsrate. In Nordrhein-Westfalen dagegen werden aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte die meisten Straftaten gemeldet.
Baden-Württemberg: Kriminalität deutlich gesunken – erfreuliche Fakten
Laut einem aktuellen Polizeibericht des Bundeslandes ist die Kriminalität in Baden-Württemberg um 5,7 Prozent gesunken. Dies macht ca. 30.000 Straftaten weniger als noch 2024. Und auch die Aufklärungsrate ist in diesem Bundesland mit 60,5 Prozent hoch. Demnach dürfen sich die Bürger des Landes hier zunehmend sicherer fühlen. Insbesondere Straftaten im Bereich des Einbruchs, Diebstahls und Mordes sanken. Die Experten geben Gründe für den Rückgang der Straftaten an. So habe man nicht nur ins Personal, sondern auch in die Ausrüstung und in moderne Technik investiert. Die betroffenen Behörden arbeiten besser zusammen und können Tätern so schneller das Handwerk legen.
Allerdings gibt es auch eine Schattenseite, an der das Land jedoch ebenfalls vermehrt arbeiten will. Straftaten im Internet wie Cybermobbing, Gewalt gegen Kinder sowie im Bereich der häuslichen Gewalt haben zugenommen. Seit zehn Jahren hat die Quote bei häuslicher Gewalt mit einem Anstieg von 2,1 Prozent auf 17.400 Fälle einen Höchststand erreicht. 19 Menschen mussten in diesem Zusammenhang ihr Leben lassen. Die Polizei will in diesen Bereichen jedoch deutlich nachfassen und effektiver werden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Innenministerium Baden-Württemberg, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025)














