Behörde warnt: Baden-Württemberg droht extremer Hitzesommer

Eine Fotomontage die ein Warndreieck zeigt unter welchem Extrem-Sommer steht. Davor befindet sich eine Hand, die ein schmelzendes Eis hält. Im Hintergrund sieht man einen strahlend blauen Himmel und die Sonne. Es scheint eine Hitze-Gefahr zu bestehen.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Jahreszeiten sowie Temperaturen und Wetterphänomene werden immer extremer. Nun könnte auf Baden-Württemberg ein Hitzesommer zukommen. Die Behörden und Meteorologen warnen bereits davor. Und alles hängt mit einem ganz bestimmten Phänomen zusammen.

Wetterexperten beobachten derzeit eine Entwicklung im Pazifik, die auch in Deutschland neue Sorgen vor Extremwetter auslöst. Baden-Württemberg könnte ein extremer und potenziell gefährlicher Hitzesommer bevorstehen, bei dem es beileibe nicht nur um hohe Temperaturen geht.

Hinter den aktuellen Wetterwarnungen steckt ein weltweites Signal

Im tropischen Pazifik verändern sich derzeit wichtige Wetterdaten. Forscher registrieren steigende Wassertemperaturen und ungewöhnliche Windbewegungen. Genau solche Entwicklungen gelten oft als frühe Hinweise auf ein mögliches El-Niño-Ereignis. Noch bleiben viele Prognosen unsicher, doch Meteorologen beobachten die Lage inzwischen besonders aufmerksam. Das Klimaphänomen beeinflusst weltweit Luftströmungen und Niederschläge. Während manche Regionen mit Dürren kämpfen, steigt andernorts die Gefahr von Starkregen und Überschwemmungen. In Europa gelten die direkten Auswirkungen zwar als schwächer, dennoch warnen Klimaforscher davor, dass sich bestehende Wetterextreme zusätzlich verstärken könnten.

Baden-Württemberg zählt bereits heute zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Vor allem die Rheinebene rund um Karlsruhe, Mannheim oder Freiburg heizt sich im Sommer oft stark auf. Städte speichern Wärme zusätzlich durch Asphalt, Beton und dichte Bebauung. Experten empfehlen deshalb, Wohnungen tagsüber abzudunkeln und nur morgens oder spätabends zu lüften.

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El Niño und Hitzesommer: Warum sich viele Städte jetzt bereits vorbereiten

Die US-Wetterbehörde NOAA hält ein El-Niño-Ereignis zwischen Frühjahr und Sommer inzwischen für wahrscheinlich. Ob daraus allerdings ein besonders intensiver Verlauf entsteht, bleibt derzeit offen. Genau diese Unsicherheit sorgt bei Experten für erhöhte Aufmerksamkeit. Viele Städte reagieren bereits mit konkreten Schutzmaßnahmen. In mehreren Kommunen entstehen zusätzliche Trinkbrunnen, Schattenflächen und sogenannte Hitzeaktionspläne. Freiburg gilt dabei schon länger als Vorreiter bei Begrünung und Wasserkühlung im Stadtgebiet. Fachleute sehen darin wichtige Schritte gegen immer häufigere Hitzewellen unserer Zeit.

Neben hohen Temperaturen rückt allerdings noch eine weitere Gefahr in den Fokus: Starkregen. Wärmere Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit speichern. Entladen sich Gewitter plötzlich, drohen überflutete Straßen und vollgelaufene Keller. Besonders Orte in engen Schwarzwaldtälern gelten als anfällig. Verbraucherschützer empfehlen Hausbesitzern inzwischen häufiger Rückstauklappen und Notfallpläne. Noch gilt die Wasserversorgung im Südwesten als stabil. Bodensee und Schwarzwald dienen weiterhin als wichtige Reserven. Mehrere trockene Jahre hintereinander könnten den Druck auf Grundwasser und Landwirtschaft langfristig aber deutlich erhöhen.

(Quellen: Wetterbehörden, Klimaforscher, Meteorologen, dpa)