Bus und Bahn in BW sicherer – deutlich weniger Straftaten

Eine Polizistin in auffälliger Warnweste, die eine Straße überquert. Neben ihr steht ein Linienbus, während ein silbernes Auto vorbeifährt. Im Hintergrund befinden sich Gebäude, Bäume und Verkehrsschilder.
Symbolbild © istockphoto/Michael Derrer Fuchs

Aufatmen bei Pendlern: Busse, Züge und Bahnhöfe in Baden-Württemberg werden sicherer. Die Statistik zeigt deutlich weniger Straftaten – doch neue Maßnahmen sollen trotzdem für zusätzlichen Schutz sorgen.

Gute Nachrichten für Pendler: In Bus und Bahn ist die Gefahr offenbar gesunken. Doch eine neue Maßnahme der Deutschen Bahn sorgt für Aufsehen.

Fast 77.000 Straftaten – doch die Zahl sinkt

Der öffentliche Nahverkehr ist offenbar sicherer geworden. In Baden-Württemberg sind die Straftaten im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Trotzdem bleibt das Thema Sicherheit brisant – denn einzelne schwere Vorfälle sorgen weiterhin für Schlagzeilen. Nach Angaben des Verkehrsministeriums wurden 2025 insgesamt 302 Fahrgäste Opfer sogenannter Aggressionsdelikte. Das sind mehr als zehn Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Auch Beschäftigte in Zügen wurden seltener bedroht oder körperlich angegriffen.

Insgesamt registrierte die Polizei 76.779 Straftaten an Bahnhöfen, in Zügen und Bussen sowie an Haltestellen und Gleisanlagen. Im Vergleich zu 2024 entspricht das einem Rückgang von knapp elf Prozent. Ein Grund für den deutlichen Rückgang sind laut Verkehrsministerium weniger ausländerrechtliche Verstöße, etwa wegen illegaler Einreise oder unerlaubten Aufenthalts. Auch beim Schwarzfahren ging die Zahl der Fälle kräftig zurück: Hier wurden 18,4 Prozent weniger Verstöße registriert. Für Fahrgäste offenbar ein beruhigendes Signal. Bei Qualitätserhebungen des Landes bewerteten sie die Sicherheit an Bahnhöfen im vergangenen Jahr durchschnittlich mit der Schulnote 1,9. Züge kamen auf eine 2,42. Damit fällt die Einschätzung nur geringfügig schlechter aus als noch vor fünf Jahren. Doch während die Zahlen in Baden-Württemberg sinken, kämpft die Deutsche Bahn weiterhin mit Übergriffen auf ihr Personal. Und genau hier kommt jetzt eine ungewöhnliche Maßnahme ins Spiel.

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Bodycams sollen Mitarbeiter schützen

Rund 2.700 Beschäftigte im Bahnhofsservice und in der Stationsbetreuung sollen künftig freiwillig Bodycams tragen können. Die kleinen Kameras sollen dabei helfen, brenzlige Situationen zu dokumentieren und Beschäftigte besser zu schützen. Die ersten Geräte sind bereits an den Hauptbahnhöfen Frankfurt am Main und Bielefeld im Einsatz. Vor der Nutzung werden die Mitarbeiter geschult. Das Zugpersonal ist bereits mit Bodycams ausgestattet.

Dabei bleibt der Nahverkehr stark gefragt: 2025 waren in Deutschland nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund 11,5 Milliarden Fahrgäste mit Bussen und Bahnen unterwegs – etwa genauso viele wie im Jahr zuvor.

(Quellen: Innenministerium BW, Polizei BW)