
Trotz des frühen Aus‘ der DFB-Elf bleibt die Fußballstimmung in Baden-Württemberg hoch: Beim Public-Viewing zur WM treffen sich Fans weiterhin auf Plätzen und in Kneipen.
Die Fußball-WM sorgt auch im Südwesten für Gänsehaut – trotz Zeitverschiebung. Auch nach dem deutschen Aus lassen sich die Fans die Stimmung nicht verderben.
WM-Fieber trotz DFB-Frust
Die Hoffnung auf ein deutsches Fußballmärchen ist schon früh geplatzt. Im Sechzehntelfinale setzte es für die DFB-Elf das bittere Aus gegen Paraguay. Es ist das dritte frühe WM-Aus in Folge. Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten: Bundestrainer Julian Nagelsmann zieht die Reißleine und tritt zurück. Als heißester Kandidat auf seine Nachfolge gilt derzeit Jürgen Klopp, mit dem der DFB nun Gespräche aufnehmen will.
Auch wenn die deutsche Nationalmannschaft die Heimfans enttäuscht hat, bleibt die Begeisterung für das Turnier groß. In zahlreichen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg verwandeln sich Marktplätze, Biergärten und Kneipen in Fußball-Arenen. Dank der Zeitverschiebung werden viele Partien erst spät am Abend oder sogar nachts angepfiffen. Deshalb hat die Bundesregierung für den Zeitraum vom 20. Mai bis 31. Juli 2026 Ausnahmen beim Lärmschutz beschlossen. Ob Public-Viewings tatsächlich erlaubt werden, entscheiden dennoch die Kommunen selbst. Deshalb unterscheiden sich die Regelungen von Stadt zu Stadt.
Diese Städte machen das Rudelgucken möglich
In Friedrichshafen dürfen Vorrundenspiele mit Anstoßzeiten bis 22 Uhr im Außenbereich grundsätzlich ohne gesonderte Anträge übertragen werden. In Konstanz soll sogar bis Mitternacht öffentlich geschaut werden können. Möglich machen soll das eine Allgemeinverfügung der Stadt. Etwas strenger geht Singen vor. Dort sind öffentliche Public-Viewings nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Gleichzeitig kündigen die Behörden an, bei Ruhestörungen konsequent einzuschreiten.
Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis gibt es unterschiedliche Regelungen. Villingen-Schwenningen will echte WM-Stimmung ermöglichen und die Sperrfrist für Gaststätten auf Antrag erst nach Mitternacht beginnen lassen. In Donaueschingen müssen Veranstalter ihre geplanten Übertragungen anmelden und genehmigen lassen. Hüfingen verzichtet ebenfalls auf eine pauschale Freigabe. Gute Nachrichten gibt es dagegen aus Bräunlingen: Gastronomen dürfen dort während der WM Spiele im Freien sogar bis Mitternacht zeigen. Anders sieht es in Bad Dürrheim aus. Dort bleibt die Nachtruhe bestehen – eine generelle Ausnahme für Public-Viewings ist nach Angaben der Stadt nicht vorgesehen. Wer die WM also gemeinsam erleben möchte, sollte sich vor dem Anpfiff über die Regeln vor Ort informieren.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














