
Das ist einfach unglaublich: Wenn es um Steuerverschwendungen in Baden-Württemberg geht, lassen besonders diese fünf kuriosen Fälle aufhorchen. Das Geld ist quasi im Müll gelandet.
Wer denkt, dass Steuergelder immer sinnvoll eingesetzt werden, der irrt. Das beweisen diese fünf Fälle außerordentlicher Steuerverschwendungen in Baden-Württemberg.
Der Einblick ist schockierend
Wenn es um Steuern geht, steht Deutschland in Europa ganz weit oben. Denn in kaum einem anderen Land zahlen Arbeitnehmer so viel davon. Immerhin muss ein Single mit durchschnittlichem Gehalt hierzulande unglaubliche 47,9 Prozent abdrücken. Umso schlimmer ist es dann, als Bürger zu sehen, welche Steuerverschwendungen unter anderem in Baden-Württemberg betrieben werden. Und genau diese Fehltritte zeigt das sogenannte Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler auf.
Eines der sinnlosesten Projekte ist mit Sicherheit der Bau eines Klimawandel-Mahnmals am See vor der Oper in Stuttgart. Das Land platzierte es hier, nachdem ein Sturm das Kupferdach teilweise zerstört hatte, nur um es zwei Jahre später im Mai 2024 aufgrund der Europameisterschaft wieder zu entfernen. Die Verantwortlichen befürchteten, dass Fans daran hochklettern könnten. Zu den Baukosten von 25.000 Euro durften Steuerzahler dieses Jahr demnach auch noch den Abriss mit 2.000 Euro extra finanzieren.
Jetzt haben sie doppelt gezahlt
Zu den Steuerverschwendungen in Baden-Württemberg zählt ebenfalls der Bau eines neuen Parkhauses in Neuenburg am Rhein. Dieses sollte extra für die Landesgartenschau im Jahr 2022 entstehen. Leider wurde es jedoch zu spät, nämlich im Februar 2023, fertig und steht jetzt zu großen Teilen leer. Insgesamt hat das die Deutschen 15,2 Millionen Euro Steuergelder gekostet. Nicht ganz so teuer und trotzdem sinnfrei war die Entfernung eines Zebrastreifens in Eberbach. Jahrelang nutzen Bürger ihn, um die Brückenstraße zu überqueren. Jetzt fiel wohl jemandem auf, dass der Streifen zu nah an einer Bushaltestelle aufgemalt wurde. Und so ließ man ihn aufgrund der Vorschriften mal eben für 3.000 Euro entfernen.
Außerdem hat Baden-Württemberg beschlossen, einen wünschenswerten Turm im Naturschutzgebiet Wurzacher Ried bei Bad Wurzach für knappe 4 Millionen Euro zu bauen. Ärgerlich ist daran, dass das ursprüngliche Angebot aus 2020 nur 2 Millionen Euro umfasste. Da seit dem Planungsbeschluss nichts passiert war, darf das Land jetzt doppelt so viel zahlen. Die einzig gute Nachricht ist, dass es das Projekt großzügig bezuschusst. Nummer fünf auf der Liste der Fehlinvestitionen ist der Bau einer unpraktischen Brücke in Ulm. Damals wollten die Verantwortlichen unbedingt ein umweltfreundliches Material verwenden und entschieden sich für Flachsfasern. Jetzt fiel auf, dass die Brücke zwar stabil, jedoch nicht richtig geformt ist und so muss ein zweiter Steg her. In Zahlen bedeutet das, dass zusätzlich 730.000 Euro anstelle 330.000 Steuergelder benötigt werden. Hier wäre es laut dem Bund der Steuerzahler durchaus sinnvoll gewesen, die Brücke von vorneherein auf klassische Weise zu bauen und das Geld einzusparen.














