
Jetzt warnt die Polizei vor besonders perfiden Maschen. Denn Diebe spähen ihre Opfer aus. Dabei verwenden sie eine ganz bestimmte Art und Weise, welche nur die wenigsten Menschen wirklich kennen.
Dass Diebe ihre Opfer ausspähen, ist nichts Neues. Doch die Maschen werden immer perfider, und die Polizei spricht nun deutliche Warnungen aus.
So perfide gehen die Menschen vor
Diebe greifen zu immer raffinierteren Methoden, um an Geld und Wertgegenstände zu kommen. Dabei nutzen sie nicht nur unachtsame Momente. Teilweise sammeln sie gezielt Informationen über Menschen und ihre Gewohnheiten. Die Polizei warnt jetzt vor verschiedenen Maschen, die von Traueranzeigen über auffällige Zeichen an Häusern bis zu Ablenkungsmanövern im Supermarkt reichen. Besonders dreist ist es zum Beispiel, dass Diebe ihre Opfer teilweise über Traueranzeigen ausspähen. Kriminelle lesen entsprechende Anzeigen in Zeitungen oder im Internet und erfahren dadurch, wann eine Beerdigung stattfindet. Anschließend können sie versuchen, während der Trauerfeier in das mutmaßlich verlassene Haus einzubrechen. Eine weitere Variante setzt auf Telefonbetrug.
Auch sogenannte Gaunerzinken beschäftigen die Polizei weiterhin. Solche Zeichen können Kriminelle nutzen, um Informationen über Häuser weiterzugeben. Zu den verdächtigen Entdeckungen gehörten ein roter Plastikstern auf einem Briefkasten sowie Klebeband in Dreiecksform, das auf ein leerstehendes Gebäude zeigte. Nicht nur Zeichen können auffallen. Die Polizei empfiehlt, auch Personen im Blick zu behalten, die ungewöhnlich lange Grundstücke oder Einfahrten beobachten. Dabei können Diebe ihre Opfer aus Autos, Mietwagen oder sogar von E-Scootern aus beobachten. Dass Einbrüche weiterhin ein großes Problem darstellen, zeigen bundesweite Zahlen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasste 2025 insgesamt 82.920 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche.
Auch im Supermarkt muss man vorsichtig sein
Doch nicht nur rund um die eigenen vier Wände müssen Menschen aufmerksam bleiben. Auch in Supermärkten suchen Diebe gezielt Opfer. In Bad Rappenau sprach eine Trickdiebin eine 85-Jährige an und behauptete, die beiden Frauen hätten ihre Einkaufswagen verwechselt. Die Unbekannte nutzte die Verwirrung und verschwand mit dem Einkaufswagen samt Geldbeutel.
Wie häufig solche Taten vorkommen, zeigen ebenfalls aktuelle Zahlen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei bundesweit 95.184 Taschendiebstähle. Dabei entstand ein Schaden von rund 32,4 Millionen Euro. Nur 6,9 Prozent der Fälle konnte die Polizei aufklären.
(Quellen: Polizei, SWR)














