Diese Freibäder sind die beliebtesten in Baden-Württemberg

Fünf verschiedene bunte Rutschen in einem Aquapark. Die Rutschen führen in einen Pool mit türkisblauem Wasser. Der Himmel ist blau und die Sonne scheint.
Symbolbild © istockphoto/ABykov

Ein aktuelles Ranking zeigt nun, welche Freibäder zu den beliebtesten in Baden-Württemberg gehören – und das trotz steigender Kosten, Sanierungsstau und drohendem Bädersterben im ganzen Land.

Sommer, Sonne, Freibad – ein aktuelles Ranking zeigt überraschende Favoriten in ganz Deutschland und im Südwesten.

Überraschung im Ranking: Der Südwesten mischt vorn mit

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen stehen nicht etwa die großen Erlebnisbäder der Metropolen, sondern überraschend oft kleine und mittlere Anlagen mit viel Charme. Das zeigt eine Auswertung des Reiseunternehmens Tui, das mehr als 1500 Google-Bewertungen von Frei- und Naturbädern analysiert hat. Ergebnis: Deutschland hat seine ganz eigenen Sommer-Hotspots – und die liegen teils fernab der großen Touristenziele.

An der Spitze des Gesamtrankings steht zwar ein Bad in Bayern, doch auch Baden-Württemberg spielt ganz vorn mit. Das erste Freibad aus dem Südwesten findet sich direkt auf Platz 11: das Freibad über der Elz in Emmendingen. Mit einer Durchschnittsbewertung von 4,6 Sternen und einem beeindruckenden Anteil von fast 71 Prozent Fünf-Sterne-Bewertungen erreicht es einen starken Wert von 8,228. Damit verpasst es den Einzug in die Top Ten nur hauchdünn. Nur einen Wimpernschlag besser schnitt das Naturbad Altenautal in Nordrhein-Westfalen ab, das sich Platz zehn sichert. Der Unterschied: gerade einmal 0,001 Punkte.

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Diese Freibäder sind im Südwesten besonders gefragt

Auch dahinter zeigt sich Baden-Württemberg stark vertreten. Besonders beliebt sind das Turmbergbad in Karlsruhe, das bundesweit auf Platz 27 landet, sowie das Albgaubad in Ettlingen auf Rang 29. Doch trotz der Beliebtheit der Freibäder ist nicht alles eitel Sonnenschein. Viele Anlagen kämpfen mit steigenden Kosten, Sanierungsstau und Personalproblemen. Manche Städte reagieren deshalb bereits mit höheren Eintrittspreisen, um den Betrieb überhaupt noch stemmen zu können.

Die Folgen sind spürbar, denn immer weniger Kinder lernen richtig schwimmen. Laut Experten bietet bereits jede fünfte Grundschule im Land keinen Schwimmunterricht mehr an. Ein alarmierender Trend, der sich direkt auf die Sicherheit im Wasser auswirkt. Auch bundesweit zeigt sich ein Rückgang: Gab es im Jahr 2000 noch rund 7.800 Schwimmbäder, sind es heute etwa noch 6.000. Experten warnen deshalb vor einem anhaltenden Bädersterben. Ohne umfassende Sanierungen könnte in den kommenden Jahren jedes siebte Bad schließen – und damit auch ein Stück Sommertradition verschwinden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Google-Bewertungen)