
Schockierender Fund: Ein Hund schnappte nach einem gefährlichen Köder mit Schrauben. Die perfide Falle wurde in Baden-Württemberg entdeckt und die Polizei warnt deswegen jetzt alle Hundehalter.
Schon ein kurzer Spaziergang kann zur tödlichen Falle werden. In Baden-Württemberg hat ein Hund beinahe einen gefährlichen Köder verschluckt.
Eine Schrauben-Falle am Spazierweg
Ein harmloser Ausflug ins Grüne endete beinahe in einer Katastrophe: In Zell am Harmersbach im Ortenaukreis hat ein Hund einen mit Schrauben präparierten Köder ins Maul genommen. Nur weil die Halterin blitzschnell reagierte, konnte Schlimmeres verhindert werden. Sekunden später hätte das Tier die gefährlichen Metallteile verschlucken können – mit möglicherweise lebensbedrohlichen Folgen.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch nahe einer Wassertretstelle. Dort war die Frau mit ihrem Hund unterwegs, als das Tier plötzlich etwas vom Boden aufnahm. Beim genaueren Hinsehen entdeckte die Halterin den perfiden Köder und entfernte ihn sofort aus dem Maul ihres Hundes. Verletzt hat sich das Tier dabei glücklicherweise nicht. Wer den Köder ausgelegt hat, ist bislang vollkommen unklar. Die Polizei ermittelt und bittet Zeugen um Hinweise. Gleichzeitig warnen die Beamten eindringlich alle Hundehalter in der Region vor erhöhter Vorsicht.
Die Täter gehen perfide vor
Immer wieder tauchen in Parks, Waldstücken oder Wohngebieten sogenannte Gift- oder Verletzungsköder auf. Die Täter verstecken gefährliche Stoffe oder scharfe Gegenstände in scheinbar harmlosen Leckerbissen. Besonders häufig werden dabei Wurststücke, Fleischbällchen oder andere Snacks verwendet, die Hunde instinktiv fressen wollen. In vielen Fällen enthalten die Köder Rattengift, Schneckenkorn oder sogar Frostschutzmittel. Andere Fallen sind mit Rasierklingen, Nägeln, Glasscherben oder Schrauben gespickt. Für Hunde kann das schwere innere Verletzungen oder Vergiftungen bedeuten.
Tierhalter sollten deshalb bei jedem Spaziergang aufmerksam bleiben. Liegen ungewöhnliche Essensreste am Wegesrand oder auf Wiesen, sollte der Hund sofort ferngehalten werden. Besonders wichtig: Hunde sollten trainiert werden, draußen nichts vom Boden aufzunehmen. Hat ein Tier dennoch etwas Verdächtiges gefressen, zählt jede Minute. Warnsignale sind unter anderem Erbrechen, Durchfall, starkes Speicheln, Zittern, Krämpfe oder auffällige Müdigkeit. Auch Atemnot oder Schaum vor dem Maul können auf eine Vergiftung hindeuten. In solchen Fällen gilt: keine Zeit verlieren und sofort eine Tierklinik aufsuchen.
(Quellen: dpa, Polizei Offenburg)














