Eigenes Stonehenge entdeckt im Wald in Baden-Württemberg

Inmitten von Moos bewucherten Felsen gibt eine Öffnung im Felsen den Weg frei. Auf dem Boden liegen zahlreichen Blätter, die in den vielen bunten Farben des Herbstes leuchten.
Symbolbild © imago/imagebroker

Diese Nachricht dürfte bei so manchem großes Erstaunen auslösen. Ein eigenes Stonehenge ist im Wald in Baden-Württemberg entdeckt worden. Bei diesem besonderen Fund ist für so manchen die Neugier geweckt.

Das gibt es doch nicht. Ein eigenes Stonehenge wurde im Wald in Baden-Württemberg entdeckt und löst bei so manchem großes Erstaunen aus. Auch die Neugier dürfte bei vielen geweckt worden sein, sodass die Besucherstürme nicht lange auf sich warten lassen.

Großsteine in komplexer Anordnung

Stonehenge ist eine der berühmtesten prähistorischen Stätten der Welt und liegt im Südwesten Englands, auf einer Ebene der Salisbury Plain. Die monumentale Anlage besteht aus konzentrischen den Kreisen der grob behauenen Großsteine, die die Erbauer in einer komplexen Anordnung eng abstimmten und vermutlich vor rund 4.000 bis 5.000 Jahren errichteten. Die genaue Funktion von Stonehenge ist bis heute Gegenstand vieler Theorien. Einige Wissenschaftler vermuten religiöse Rituale oder eine zentrale Versammlungsstätte für Gemeinschaften der damaligen Zeit. Die Steine stammen aus verschiedenen Regionen, darunter einige Steine aus dem walisischen Preseli-Gebirge und die größeren Sandsteine aus dem Süden Englands.

Imposanter Felsbogen mitten in einem Buchenwald

Sogar hier in Deutschland ist ein Stonehenge zu finden. So ist das Ringheiligtum Pömmelte in Sachsen-Anhalt eine beeindruckende archäologische Stätte aus der späten Bronze- bzw. Früh-Eisenzeit, die eine besondere Bedeutung als religiös-kultischer Versammlungsort besitzt. Es handelt sich dabei um einen ringförmigen Aufbau aus Palisaden, Holzbalken und Pfostenreihen, der von einer Dammstruktur umgeben ist. Dieser Ort hatte eine spirituelle Funktion, sodass hier Rituale und Versammlungen abgehalten wurden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Ausrichtung der Hauptzugänge sich an den Punkten des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs orientieren. Allerdings entdeckten Menschen vor einer Weile in einem Wald in Baden-Württemberg ein eigenes Stonehenge.

Lesen Sie auch
Firmen geben Klimaziele auf – Frust in Baden-Württemberg wächst

Dieses Stonehenge stellt möglicherweise eines der ältesten keltischen Opferplätze in Süddeutschland dar. In einem Buchenwald im Landkreis Tuttlingen befindet sich das Heidentor, das ein imposanter Felsbogen mit einer Breite von 5 Metern und einer Höhe von 6,5 Metern ist. Diese Steinformation befindet sich auf einem Hang auf der Schwäbischen Alb und ist das Überbleibsel einer Höhle. Im Oberjura entstanden die Höhle und das Heidentor, wobei jedoch Wind und Wasser den Fels der Höhle im Laufe von Millionen von Jahren abtrugen. Aufgrund von entsprechenden Funden liegt die Vermutung nahe, dass dort Kelten eventuell Speise- und Trankopfer darbrachten. Einen eindeutigen Beleg dafür gibt es allerdings nicht.