Einsatz: Flugverkehr teilweise lahmgelegt in Baden-Württemberg

Ein großes Passagierflugzeug steht zum Abflug bereit auf der Landebahn, damit die Menschen, die verreisen wollen, es betreten können. Man sieht die Turbinen und Flügel des großen Fliegers, vermutlich der Marke Boeing, im Hintergrund ist der Flughafen. Karlsruhe soll vom Ministerium jetzt Entlastungen für den Reiseverkehr bekommen.
Symbolbild © imago/Anadolu Agency

Ein extrem ärgerlicher Zwischenfall sorgt für ein riesiges Chaos beim Flugverkehr in Baden-Württemberg. Hunderte Fluggäste stehen Schlange, und einige schaffen es nicht, pünktlich zum Ziel zu kommen.

Der Flugverkehr in Baden-Württemberg lag jetzt stundenlang lahm. Viele Passagiere mussten stundenlang warten, obwohl es sich bei dem Ganzen nur um ein Versehen handelte.

Chaos: Mehr als 500 Menschen sind betroffen

Sicherheit wird an Flughäfen großgeschrieben, und so kommt es bei Zwischenfällen schnell zu großen Verzögerungen. Denn alle Fluggäste müssen routinemäßig auf gefährliche Gegenstände wie Waffen und Sprengkörper untersucht werden. Neben persönlichen Kontrollen werden dabei auch Sicherheitsscanner und Handsonden eingesetzt. Meist klappt das gut, sodass alle ihre Flugzeuge planmäßig erreichen. Wenn jedoch ein herrenloses Gepäckstück gefunden wird, wird zur Sicherheit der Fluggäste alles eingestellt, bis die potenzielle Gefahr ausgeräumt wurde.

Genau das ist am Donnerstagvormittag auch in Stuttgart passiert. Der Flugverkehr in Baden-Württemberg stand lange still, weil ein Rucksack im Sicherheitsbereich entdeckt wurde, der niemandem zugeordnet werden konnte. Die Bundespolizei hatte schnell den Verdacht, dass das Objekt verbotenerweise in den Bereich gelangt ist, und so musste der gesamte Kontrollbereich geräumt werden.

Lesen Sie auch
Traditionswerk in Baden-Württemberg soll für immer schließen

Glück gehabt: Er kommt mit einem Schrecken davon

Über 500 Passagiere musste laut Aussagen der Polizei wieder zu den Terminals. Dabei waren nicht nur diejenigen betroffen, die auf ihre Flüge warteten, sondern auch alle, die bereits angeschnallt auf ihren Sitzen saßen. Mehrere Stunden verbrachten die Beamten mit den Ermittlungen, bis sie den Rucksack einem Mann zuordnen konnten. Dieser hatte sich offensichtlich nichts Böses gedacht und war sich keiner Schuld bewusst.

Da er offensichtlich nichts falsch gemacht hatte, muss er nun trotz des spontanen Einsatzes der Polizei inklusive Sperrung keine Ermittlungen befürchten. Nachdem die Polizei den Verantwortlichen gefunden hatte, durften alle Fluggäste wieder zu ihren Gates. Dabei mussten sie jedoch erneut durch die Sicherheitskontrollen. Das dürfte viele über den unabsichtlichen Zwischenfall ärgern. Denn insgesamt wurden acht Flüge aufgrund des Chaos am Flughafen komplett gestrichen. Weitere zehn konnten erst mit einer Verspätung von über zwei Stunden abheben. Erst am Nachmittag desselben Tages lief alles wieder weitestgehend nach Plan.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)