
Eltern empfinden dies als absolute Katastrophe und laufen Sturm, denn in Baden-Württemberg sollen die Kita-Gebühren steigen. Das können viele Erziehungsberechtigte nicht mehr tragen und protestieren gegen diese Entscheidung.
Viel Geld für die Kita-Gebühren müssen die Eltern in Baden-Württemberg bereits jetzt berappen. Doch nun sollen diese noch einmal erhöht werden. Familien geraten dabei noch näher an ihre Belastungsgrenze.
„Genug ist genug“: Eltern können sich die Beiträge nicht mehr leisten
Jedes Bundesland in Deutschland regelt seine Kindergarten-Gebühren anders. So gibt es beispielsweise in Niedersachsen und Bremen die Möglichkeit, dass Eltern, die kein oder nur ein geringes Einkommen haben, keine Gebühren zahlen müssen. Sie werden durch entsprechende Anträge befreit. Wer Einkommen erzielt, muss, je nach Höhe, einen bestimmten Betrag im Monat bezahlen, damit die Kinder betreut werden können. Während die Gebühren in Bremen und Niedersachsen noch recht moderat sind, sieht dies in Baden-Württemberg schon anders aus. Viele Eltern müssen hier einen deutlich höheren Beitrag leisten, um ihr Kind in die Kita schicken zu können. So manches Elternpaar gerät da bereits an seine Grenzen.
Höhere Kita-Gebühren in Baden-Württemberg: Eltern fordern Politiker zum Handeln auf
Ab dem neuen Jahr sollen die Kita-Gebühren in Baden-Württemberg tatsächlich noch einmal ansteigen. Dies wollen die Eltern nicht auf sich sitzen lassen. Gemeinsam mit dem Elternbeirat fordern sie die Politik dazu auf, die Gebühren endlich zu senken und bis 2031 sogar komplett abzuschaffen. Denn wenn man jetzt nichts tue, würden sich immer mehr Eltern überlegen, ob sie ihre Kinder überhaupt noch in eine öffentliche Einrichtung schicken wollen. Sie könnten sich stattdessen dazu entscheiden, nicht mehr zu arbeiten.
Die Elternvertreterin in Baden-Württemberg sehe genau deshalb auch eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort des Landes. Wenn sich immer mehr Eltern gegen einen Wiedereinstieg in den Job entscheiden würden, würde dies die Wirtschaft im Ländle untergraben. Und dies könne dann als unattraktiv für zukünftige Investitionen von Unternehmen gelten. Das hätte katastrophale Folgen für Baden-Württemberg.
(Quellen: dpa, Bundesfinanzministerium Baden-Württemberg)














