
Ein Beben bei Worms sorgt für Aufregung und zeigt, wie unruhig die Erde sein kann. Besonders einige bestimmte Regionen sind bedroht und gelten als seismisch aktiv.
Ein Beben bei Worms hat gezeigt: Die Erde unter uns ist keineswegs ruhig. Auch in Baden-Württemberg kann es jederzeit rumpeln.
Plötzlich wackelt die Erde
Ein kurzer Schreckmoment am Donnerstagnachmittag: Bei Worms in Rheinland-Pfalz bebte die Erde mit einer Stärke von 3,4. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer von der Grenze zu Baden-Württemberg entfernt. Das Beben war in einem Umkreis von rund zwanzig Kilometern zu spüren – unter anderem in Mannheim. Für Experten ist das allerdings keine große Überraschung. Baden-Württemberg gilt als das seismisch aktivste Bundesland Deutschlands. Im Durchschnitt ist etwa einmal im Monat ein Erdbeben spürbar. Meist bleiben die Erschütterungen jedoch schwach und richten keinen Schaden an.
Es gibt zwei Regionen, in denen die Erde häufiger in Bewegung gerät. Eine davon ist der Oberrheingraben, der sich von Basel bis Frankfurt erstreckt. Dazu zählen auch Gebiete rund um Mannheim und Heidelberg – und damit jene Region, die das jüngste Beben zu spüren bekam.
Hier wird es besonders spannend
Die zweite bekannte Erdbebenzone liegt auf der Schwäbischen Alb: der Hohenzollerngraben. Dort kam es in der Vergangenheit bereits zu deutlich stärkeren Erschütterungen. Besonders bekannt ist das Beben von 1978 bei Albstadt im Zollernalbkreis. Ganz harmlos ist die Gefahr nicht. Ein Blick zurück zeigt das eindrucksvoll: 1356 erschütterte ein schweres Beben die Region um Basel. Mit einer geschätzten Stärke zwischen sechs und sieben richtete es massive Schäden an; anschließende Brände verwüsteten große Teile der Stadt.
Das Abschmelzen der Eisschilde nach der letzten Eiszeit verändert bis heute den Druck auf die Erdkruste. Die Folge: Die Erdplatten heben sich langsam wieder – und manchmal bebt dabei die Erde. Panik ist trotzdem fehl am Platz. Für Gebäude gelten je nach Gefährdungszone besondere Regeln für erdbebensicheres Bauen. Auch der Katastrophenschutz ist vorbereitet. Extrem-Szenarien wie bei schweren Beben in der Türkei oder Japan gelten hier als deutlich unwahrscheinlicher.
(Quellen: LGRB, GFZ)














