
Generatoren, Kühlhäuser und Klimaanlagen laufen dieser Tage auf Hochtouren. Das belastet die Energieversorgung, sodass nun in Baden-Württemberg erneut ein Stromausfall für Ärger bei Behörden und Bewohnern sorgt.
Erneut fällt in einer Stadt in Baden-Württemberg der Strom aus – zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Gerade in dieser heißen Zeit ist das für viele Menschen eine wahre Hiobsbotschaft.
Warum der Vorfall viele Menschen aufhorchen lässt
Für viele Menschen begann der Morgen in Baden-Baden mit einer unangenehmen Überraschung. In Teilen der Innenstadt und im Stadtteil Lichtental fiel plötzlich der Strom aus. Lampen blieben dunkel, elektrische Geräte funktionierten nicht mehr und der Alltag kam kurzzeitig zum Stillstand. Besonders aufmerksam verfolgten viele Bürger den Vorfall, weil es bereits der zweite Stromausfall innerhalb weniger Tage war. Obwohl Deutschland über eines der zuverlässigsten Stromnetze Europas verfügt, lassen sich technische Defekte nicht vollständig vermeiden. Hinter den Kulissen überwachen Netzbetreiber Leitungen, Trafostationen und Schaltanlagen rund um die Uhr und investieren regelmäßig in deren Modernisierung.
Experten raten deshalb, sich auch auf kurze Stromausfälle vorzubereiten. Sinnvoll sind beispielsweise eine Taschenlampe, geladene Powerbanks, Ersatzbatterien und ein batteriebetriebenes Radio. Außerdem empfiehlt es sich, Kühlschrank- und Gefrierschranktüren während eines Ausfalls möglichst geschlossen zu halten. So bleiben Lebensmittel oft noch mehrere Stunden ausreichend gekühlt.
Stromausfall in Großstadt: Das steckt hinter der erneuten Störung
Nach Angaben der Stadtwerke konnte man die Stromversorgung nach etwas mehr als einer Stunde wieder vollständig herstellen. Betroffen waren diesmal Bereiche der Innenstadt sowie Lichtental. Als Ursache nannten die Stadtwerke beschädigte unterirdische Kabelverbindungen. Bereits wenige Tage zuvor hatte ein ähnlicher Defekt für einen deutlich längeren Stromausfall gesorgt. Damals waren neben der Innenstadt auch Teile von Lichtental, Oberbeuern und Geroldsau betroffen.
Beim ersten Vorfall führte ein sogenannter Erdschluss dazu, dass Verbindungsstellen an mehreren Mittelspannungskabeln beschädigt wurden. Die derzeit hohe Netzauslastung durch die sommerlichen Temperaturen könnte die Situation zusätzlich begünstigt haben. Einen direkten Einfluss der Hitze auf die Erdkabel selbst schließen die Stadtwerke jedoch aus. Um die Versorgung langfristig noch zuverlässiger zu machen, werden ältere Kabelverbindungen nach und nach ersetzt und das Stromnetz modernisiert. Damit sollen ähnliche Störungen künftig möglichst vermieden werden.
(Quellen: Stadtwerke Baden-Baden, Bundesnetzagentur, Stadt Baden-Baden)














