Europa-Park warnt vor Ticket-Falle – Besucher verlieren ihr Geld

Auf dem Bild ist der Eingangsbereich des Europa-Parks zu sehen. Im Zentrum des Bildes befindet sich ein großes Gebäude mit einem halbkreisförmigen Glasdach, auf dem in gelben Großbuchstaben der Schriftzug „EUROPA PARK“ steht.
Symbolbild © imago/Steinsiek.ch

Der Europa-Park in Rust warnt vor einer perfiden Ticketfalle im Internet: Fake-Shops locken mit vermeintlichen Schnäppchen, doch für manche Besucher endet der Ticketkauf mit einem hohen finanziellen Schaden.

Ein vermeintliches Schnäppchen, ein paar Klicks – und plötzlich ist das Geld weg: Im Netz lauert eine perfide Falle für Europa-Park-Fans.

700 Euro Schaden – und vermutlich sind es noch mehr

Ein Besuch im Europa-Park soll eigentlich für Spaß sorgen. Doch für einige beginnt der Ärger schon lange vor der Fahrt nach Rust. Wer seine Eintrittskarten im Internet kauft, kann derzeit schnell in eine teure Falle tappen, denn auf verschiedenen Websites und in sogenannten Fake-Shops werden offenbar gefälschte Europa-Park-Tickets angeboten. Mit besonders günstigen Preisen sollen Interessenten zum schnellen Kauf verleitet werden. Das Problem: Die gekauften Tickets sind wertlos und berechtigen nicht zum Eintritt. Der Europa-Park hat die Betrugsversuche bestätigt, warnt auf seiner Website und in sozialen Netzwerken vor den unseriösen Angeboten und hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

Beim Polizeipräsidium Offenburg sind in den vergangenen zwölf Monaten 24 Betrugsfälle im Zusammenhang mit Europa-Park-Tickets eingegangen. Der bislang höchste bekannte Schaden eines einzelnen Opfers: rund 700 Euro. Und die Polizei geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Geschädigten deutlich höher liegt. Für Verbraucherexperte Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist die Masche längst kein Randphänomen mehr, denn Fake-Shops seien in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert. Dank professioneller Gestaltung und inzwischen auch künstlicher Intelligenz können Betrüger solche Seiten innerhalb kürzester Zeit erstellen und wieder verschwinden lassen.

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Bei diesem Warnsignal heißt es: Finger weg

Der Europa-Park rät deshalb dringend, Tickets ausschließlich über offizielle und autorisierte Verkaufsstellen zu kaufen. Bei unbekannten Shops und auffällig günstigen Angeboten sollte man besonders misstrauisch werden. Auch die Internetadresse muss genau geprüft werden. Schon kleine Abweichungen bei Schreibweise oder Domain-Endung können ein Hinweis auf einen Fake-Shop sein.

Ein weiteres Alarmsignal ist die Bezahlung: Werden Kreditkarte und Kauf auf Rechnung plötzlich nicht angeboten und bleibt nur eine Überweisung auf ein unbekanntes Konto, sollte der Kauf sofort abgebrochen werden. Auch Bewertungen sind keine Garantie – sie können ebenfalls gefälscht sein. Die Verbraucherzentrale bietet deshalb einen Fakeshop-Finder an. Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte keine Zeit verlieren und sofort die Bank kontaktieren. In manchen Fällen lässt sich eine Überweisung noch stoppen. Zusätzlich sollte man schnellstmöglich Strafanzeige erstatten – das geht auch online.

(Quellen: Europa-Park, Polizei)