
Fast 1.000 Jobs sind nun betroffen. Bosch baut Stellen ab in Baden-Württemberg. Das dürfte einige Menschen sehr hart treffen und auch spürbare Auswirkungen für die Region haben.
Das Jahr fängt ja gut an. Das Unternehmen Bosch baut Stellen ab in Baden-Württemberg und fast 1.000 Jobs sind davon betroffen. Viele verstehen die Welt nicht mehr und ahnen nicht, dass dies auch Folgen für die Region hat.
Starke Kaufkraft steigert Attraktivität
Wenn Arbeitnehmer über ein ausreichendes Einkommen verfügen, geben sie einfach mehr Geld in der regionalen Wirtschaft aus. Diese Kaufkraft wiederum treibt lokale Unternehmen an, schafft Arbeitsplätze und sorgt für stabile Umsätze in Handel, Gastronomie sowie Dienstleistungen. Gleichzeitig profitieren die öffentlichen Haushalte durch höhere Steuereinnahmen, was wiederum Investitionen in Infrastruktur, Bildung und soziale Angebote ermöglicht. Eine starke Kaufkraft erhöht darüber hinaus auch die Attraktivität der Region als Lebens- und Arbeitsort, zieht Unternehmen sowie Fachkräfte an und stärkt so langfristig die Wirtschaft. Zum Erhalt dieses Gleichgewichts trägt jedoch nicht ein nun von Bosch geplanter Stellenabbau in Baden-Württemberg bei.
Stellenabbau unter sozialen Aspekten
Bosch wurde im Jahr 1886 von Robert Bosch gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im baden-württembergischen Gerlingen. Zu den Produkten der Bosch-Gruppe gehören neben Bremsen und Einspritzsystemen auch Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte, Fahrassistenzsysteme und Industrietechnik. In der Großen Kreisstadt Reutlingen, in der Nähe von Stuttgart, befindet sich der Stammsitz des Geschäftsbereichs Mobility Electronics. In der im Landkreis Tübingen und in der Nähe von Reutlingen liegenden Gemeinde Kusterdingen erfolgt die Fertigung der Steuergeräte für den Bereich Mobility Electronics und darüber hinaus dessen Logistik. Außerdem sind in Kusterdingen der Geschäftsbereich Bosch eBike Systems und die Tochtergesellschaft Bosch Sensortec angesiedelt.
Jetzt plant der Technologiekonzern Bosch jedoch die Umstrukturierung am Stammsitz des Geschäftsbereichs Mobility Elektronics in Baden-Württemberg. In Reutlingen und Kusterdingen war ursprünglich geplant, bis zum Jahr 2029 bis zu 1.100 Stellen zu streichen. Doch nun baut Bosch weniger Stellen als ursprünglich vorgesehen aus dem rund 10.000 Mitarbeiter starken Standortbestand ab. Bis Ende 2029 sollen 950 Stellen sozialverträglich reduziert werden. Damit erfolgt der Stellenabbau unter Berücksichtigung sozialer Aspekte durch Altersteilzeit und Vorruhestand, freiwillige Abfindungen, interne Vermittlungen sowie keine Neubesetzung freier Stellen. Dennoch dürfte dieser von Bosch in Baden-Württemberg geplante Stellenabbau weitreichende Auswirkungen haben – nicht nur für die Betroffenen.
(Quellen: Bosch, Tagesschau, dpa)














