Für mehr Sicherheit: Kameraüberwachung in Baden-Württemberg

Mehrere Videokameras hängen an einem Mast. Die Überwachungsgeräte hängen sehr weit oben, um gute Aufzeichnungen aufnehmen zu können. Eine Sicherheitsfirma hat die Kameras angebracht.
Die Videoüberwachung beginnt.

Nichts bleibt mehr geheim: Die Regelung für die Kameraüberwachung in Baden-Württemberg soll geändert werden. Schon bald kann wohl niemand mehr einfach seinen Müll heimlich loswerden.

Die Regierung will die Kameraüberwachung in Baden-Württemberg ernsthaft verstärken. Neue Methoden sollen den Schutz der Bürger auf ein anderes Level heben und sogar Menschenleben retten können.

Ein großer Fortschritt: Bald ist es noch sicherer

Seit vielen Jahren schon gilt Baden-Württemberg als eines der sichersten Bundesländer Deutschlands. Die Regierung legt offensichtlich großen Wert darauf, dass das auch so bleibt. Immerhin wurden jetzt neue Schritte in die Wege geleitet, um den Sicherheitsstandard nochmal zu erhöhen. Konkret hat die baden-württembergische Landesregierung beschlossen, dass die Videoüberwachung im öffentlichen Raum ausgebaut wird.

Der Gesetzesentwurf basiert auf einem Vorschlag des Innenministers Thomas Strobl (CDU), welcher gewisse Personen sowie Objekte besser schützen möchte. Ein bisheriges Aufnahmeverbot entfällt mit der Entscheidung in vielen Fällen, und auch die Speicherfrist wird verlängert. So dürfen die Verantwortlichen Videos nun bis zu zwei Monate behalten. Die wohl größte Veränderung ist jedoch mit Abstand der neu zugelassene Einsatz von künstlicher Intelligenz zum Schutz des Landes und der Bevölkerung.

Lesen Sie auch
165 Jahre: Traditionsbetrieb aus Baden-Württemberg macht dicht

Achtung: Das kann Leben retten

Im Rahmen der Digitalisierung möchte Strobl die Transparenz erhöhen. Die Tatsache, dass  Kameras bislang nur ganz bestimmte Personen und Objekte wie öffentliche Verkehrsmittel und Amtsgebäude filmen dürfen, soll sich daher jetzt ändern. So strebt er an, Orte mit Kameras auszustatten, an denen Bürger gerne illegal Müll abladen. Außerdem will er dem Diebstahl von Kupfer einen Riegel vorschieben und Wertstoffhöfe überwachen lassen. Das ist aber noch lange nicht alles. Denn mit dem Einsatz von KI sieht die Landesregierung die Chance, mithilfe von Kameras Leben zu retten.

Die Künstliche Intelligenz kann dabei Muster erkennen lernen, die typisch für ertrinkende Personen sind. Gerade in Schwimmbädern kann das einen entscheidenden Unterschied machen. Des Weiteren versprechen sich die Politiker davon, dass die Technik Brücken– sowie Straßenschäden mittels Technik eher erkennt. Das Potenzial ist groß. Deshalb will die Landesregierung den Entwurf nun in den Landtag bringen, wo die Verantwortlichen über die Regelung abstimmen.

(Quellen: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)