Galeria wieder insolvent – zwölf Kaufhäuser in BW zittern

Das Galeria-Kaufhof-Hauptgebäude in Berlin. In der Dunkelheit leuchtet das Galeria-Logo in Grün und Weiß. Aus den Fenstern des großen Gebäudes strahlt grünes Licht nach draußen. Im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Cineberg

Vier Insolvenzanträge innerhalb von sechs Jahren: Galeria hat sich beim Amtsgericht Düsseldorf erneut insolvent gemeldet. Nun schaltet sich sogar die Politik ein und fordert einen Schutz für die Angestellten.

Die deutsche Warenhauskette Galeria steht erneut vor einer ungewissen Zukunft. Das Unternehmen hat erneut Insolvenz angemeldet. Es ist bereits der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren.

Galeria schon wieder insolvent 

Galeria hat am Freitag, 2. Oktober 2026, beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines neuen Insolvenzverfahrens beantragt. Es ist nach 2020, 2022 und 2024 bereits die vierte Insolvenz der angeschlagenen Warenhauskette. Deshalb kommen mittlerweile berechtige Zweifel über deren langfristigen Fortbestand auf. Zunächst sollen die derzeit 83 Filialen geöffnet bleiben, während rund 12.000 Beschäftigte bundesweit von den Folgen des Verfahrens betroffen sind.

Daher fordert zum Beispiel Die Linke-Parteichefin Ines Schwerdtner, dass endlich „ein tragfähiges Konzept“ her soll, damit Arbeitsplätze und Zukunft gesichert seien. Aktuell hangele sich das Unternehmen nur von einer Krise in die nächste. Bereits vor dem aktuellen Insolvenzantrag hatte Galeria 33 Standorte auf den Prüfstand gestellt. Das Unternehmen wollte mit Vermietern über neue Konditionen verhandeln – unter anderem wegen ausstehende Mietzahlungen. Der neue Insolvenzantrag erhöht nun die Unsicherheit für die betroffenen Standorte und ihre Beschäftigten. Welche Filialen langfristig erhalten bleiben, ist derzeit offen.

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Mehrere Galeria-Standorte bangen

Galeria erklärte, der Insolvenzantrag solle den rechtlichen Rahmen schaffen, um die aktuelle Situation zu ordnen und das Unternehmen zu stabilisieren. Zu den konkreten Ursachen der erneuten finanziellen Schwierigkeiten machte die Warenhauskette zunächst keine ausführlichen Angaben. Nach Informationen des Handelsblatts sind die Umsätze in den vergangenen Monaten jedoch deutlich zurückgegangen. Zudem soll ein im Juni vereinbarter Kredit über bis zu 160 Millionen Euro weitgehend aufgebraucht sein.

Die neuerliche Krise kommt für das Unternehmen nur gut zweieinhalb Jahre nach dem vergangenen Insolvenzverfahren. Damals, noch unter dem Namen Galeria Karstadt Kaufhof, mussten neun von 92 Standorten schließen. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Gesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma von Bernd Beetz. Im Zuge dessen verschwanden die Namen „Karstadt“ und „Kaufhof“. Für Galeria beginnt jetzt erneut die Suche nach einer wirtschaftlich tragfähigen Perspektive. Zwar bleiben die Türen der Standorte vorerst offen, wie lange das so bleibt, dürfte maßgeblich vom weiteren Verlauf des Verfahrens abhängen.

(Quellen: Amtsgericht Düsseldorf, Galeria)