Gardena streicht 250 Stellen: Großer Abbau in Baden-Württemberg

Eine Fabrik aus der Luftperspektive. Das Unternehmen hat mehrere Gebäude. Zu sehen sind die verschiedenen Fabrikhallen, in denen die Mitarbeiter arbeiten. Im Hintergrund sind Bäume und ein Gewässer zu erkennen.
Symbolbild © istockphoto/Remke Luitjes

Auf diese Meldung war wohl niemand gefasst. Gardena streicht 250 Stellen, sodass ein großer Abbau in Baden-Württemberg erfolgt. Für die betroffenen Beschäftigten beginnt nun die Phase der Unsicherheit.

Die Gartenbaufirma Gardena streicht 250 Stellen und ist damit gerade in aller Munde. Dieser große Abbau in Baden-Württemberg ist ein großer Schock für die Beschäftigten und auch für die Region. Viele Beobachter sehen darin ein weiteres Zeichen für den zunehmenden wirtschaftlichen Druck.

Geschäftsentwicklung in zahlreichen Branchen belastet

Viele Unternehmen stehen derzeit unter erheblichem wirtschaftlichen Druck. Steigende Energie- und Rohstoffkosten, höhere Löhne sowie eine schwächere Nachfrage belasten die Geschäftsentwicklung in zahlreichen Branchen. Gleichzeitig verschärfen internationale Krisen, Lieferkettenprobleme und ein zunehmend intensiver Wettbewerb die Herausforderungen für die Betriebe. Hinzu kommen hohe Investitionskosten, etwa für die Digitalisierung oder die Umstellung auf nachhaltigere Produktionsprozesse. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sehen sich manche Unternehmer daher gezwungen, Kosten zu senken, Standorte umzustrukturieren oder Arbeitsplätze abzubauen. So streicht auch die Gartenbaufirma Gardena 250 Stellen und plant einen großen Abbau in Baden-Württemberg.

Phase der Unsicherheit beginnt

Diese Entwicklungen sorgen allerdings nicht nur bei den Beschäftigten für Verunsicherung, sondern wirken sich auch auf ganze Regionen und deren wirtschaftliche Stabilität aus. Wenn Unternehmen Arbeitsplätze streichen, sinkt häufig die Kaufkraft der betroffenen Beschäftigten, was wiederum lokale Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister belastet. Zudem können Kommunen durch geringere Steuereinnahmen finanziell unter Druck geraten. Besonders in Regionen, in denen ein Unternehmen zu den wichtigsten Arbeitgebern zählt, kann ein größerer Personalabbau die wirtschaftliche Entwicklung bremsen und die Attraktivität des Standorts für Fachkräfte und Investoren verringern.

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Gardena hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1961 von einem kleinen Handelsunternehmen für Gartengeräte zu einem international erfolgreichen Hersteller von Produkten und Systemen für die Gartenpflege entwickelt. Seinen Hauptsitz hat Gardena in Ulm und vertreibt seine Produkte in mehr als 100 Ländern weltweit. Sollte noch im Jahr 2021 das Betriebsgelände in Heuchlingen im Ostalbkreis deutlich erweitert werden, so ist nun eine Erweiterung der Produktion nicht mehr notwendig. Gleichzeitig ist geplant, bestimmte Produktionsmengen schrittweise auf andere Standorte innerhalb des europäischen Netzwerks zu verlagern. Außerdem wurden Mitarbeiter an den Standorten Ulm, Niederstotzingen und Heuchlingen über den Wegfall von etwa 250 Arbeitsplätzen informiert. Mit diesem angedachten großen Abbau in Baden-Württemberg beginnt die Phase der Unsicherheit.

(Quellen: Gardena, Gmünder Tagespost, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)