
Augen offen halten: Jetzt werden die Deutschen um aktive Mithilfe gebeten. Eine gefährliche Hornisse breitet sich wieder in Baden-Württemberg aus. Bürger sollen die gefährlichen Insekten nun stoppen.
Die Temperaturen steigen und die Hornisse breitet sich wieder aus. Wer ein Nest sieht, soll sofort handeln und den Fund melden. Denn vor allem für Imker sind die Exemplare gefährlich.
Die Insekten zerstören ganze Völker
Bienen genießen ein weitestgehend positives Image und sind recht beliebt. Bei Wespen sieht es schon anders aus, und so fühlen sich viele Bürger besonders im Sommer schnell von den angriffslustigeren Insekten bedroht. Einer Hornisse begegnen wollen die wenigsten. Dabei wissen viele Menschen nicht, dass die größten Vertreter der Wespenart tatsächlich sogar friedlicher sind als ihre Artgenossen. Sie sind dafür bekannt, nur anzugreifen, wenn sie sich massiv bedroht fühlen.
Vollkommen ungefährlich sind sie dadurch allerdings nicht, zumal einige Arten sehr invasiv sind. Dazu gehört auch die asiatische Hornisse, welche sich aktuell aufgrund der steigenden Temperaturen massiv in Baden-Württemberg ausbreitet. Die in Südostasien beheimatete Insektenart wurde vor einigen Jahren durch den Warentransport eingeschleppt und fühlt sich offenbar wohl in Deutschland. Für den Menschen ist das ungefährlich, doch die heimischen Bienen sind gefährdet. Immerhin macht die Vespa velutina nahezu Jagd auf Honigbienen und zerstört so ganze Völker.
Bürger müssen dringend jetzt reagieren
Besonders jetzt im Frühling breitet sich die asiatische Hornisse in Baden-Württemberg wieder aus, und so werden Bürger nun aktiv um Mithilfe gebeten. Wer eines der golfballgroßen Nester sichtet, wird gebeten, den Fund sofort auf der „Meldeplattform Asiatische Hornisse“ der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) zu melden. Häufig sind diese laut Experten unter Dachvorsprüngen, in Garagen oder auch in Aufbewahrungsboxen im Außenbereich zu finden. Das Land möchte die Nester mit der darin befindlichen Königin so früh wie möglich beseitigen. Denn bei der Größe ist eine Entfernung noch relativ kostengünstig und unkompliziert.
Wenn es dann später zu einem großen Heim für tausende Arbeiter geworden ist, wird es komplizierter. Finanziell unterstützt das Ministerium für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit einer Summe von 95.000 Euro. Wer eine Königin in seinem eigenen Garten entdeckt, kann den Fund beruhigt melden und einen Profi mit der Entfernung beauftragen. Vom 1. Mai bis zum 31. Juli werden dafür jeweils 60 Euro erstattet. Erkennen können Bürger die Wespenart gut an ihrem Hinterleib. Denn der ist dunkler gefärbt als der der europäischen Hornisse. Der Abschnitt mit der gelb-schwarzen-Musterung ist dabei kürzer. Auffällig sind außerdem die gelben Füße.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Umweltministerium Baden-Württemberg)














