
In Freiburg sorgt eine besondere Straßenbahn für Aufsehen: Die neue „Wimmelbahn“ rollt durch die Stadt und zeigt in bunten Szenen das Freiburger Leben – mit einer klaren Botschaft dahinter.
Bunte Figuren, versteckte Details und jede Menge Freiburg. Eine neue Straßenbahn sorgt jetzt für Staunen – doch hinter der „Wimmelbahn“ steckt mehr als nur ein lustiges Motiv.
Freiburg bekommt eine Straßenbahn zum Staunen
In Freiburg hat Oberbürgermeister Martin Horn am Freitag eine ganz besondere Bahn vorgestellt – die sogenannte „Wimmelbahn“. Von außen wirkt sie wie ein riesiges Wimmelbild, vollgepackt mit Szenen aus dem Freiburger Alltag. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man jedoch immer neue Details. Badegäste planschen in den städtischen Bädern, Entsorgungskräfte sind auf dem Rathausplatz im Einsatz und ein freches Erdmännchen vom Mundenhof fährt auf einer Regenbogenrolltreppe Richtung Stadtbahn. Auch bekannte Orte der Stadt tauchen überall auf. Vom Freiburger Münster über den Marktplatz bis zur Wiwi-Brücke und den berühmten Bächle.
Die neue Bahn wurde von der Freiburger Verkehrs AG (VAG) präsentiert – und zwar nicht nur mit Politikern, sondern auch mit vielen Beschäftigten aus den städtischen Gesellschaften. Zahlreiche Mitarbeiter kamen sogar direkt in Arbeitskleidung zur Vorstellung. Oberbürgermeister Horn nutzte den Termin für eine wichtige Botschaft, denn die hohe Lebensqualität in Freiburg komme nicht von allein. Hinter dem reibungslosen Alltag der Stadt stünden tausende Menschen, deren Arbeit oft kaum wahrgenommen werde. Mehr als 4.000 Beschäftigte arbeiten dabei im sogenannten Stadtkonzern – etwa im Nahverkehr, bei der Energieversorgung, im Wohnungsbau, in der Stadtreinigung, im Kulturbereich oder im Tourismus. Zusammen erwirtschaften die städtischen Gesellschaften täglich rund 5,2 Millionen Euro Umsatz und sind somit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Mit der „Wimmelbahn“ sollen genau diese Menschen sichtbarer werden.
Vom Linienverkehr zur Fahrschulbahn
Entworfen wurde das detailreiche Motiv vom Freiburger Illustrator Michael Bögle. Die Bahn selbst ist übrigens kein komplett neues Fahrzeug, denn es handelt sich um eine Straßenbahn des Typs GT8N mit der Nummer 230. Die VAG hat sie aus dem regulären Linienverkehr genommen. Künftig wird sie als reines Fahrschulfahrzeug eingesetzt.
Die Idee für das Gemeinschaftsprojekt entstand im Rahmen eines seit 2023 laufenden Verbesserungsprozesses namens „PIWI“. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der städtischen Gesellschaften zu stärken, Aufgaben besser zu vernetzen und Synergien zu nutzen. Für Freiburg bedeutet das: Eine Straßenbahn wird zum rollenden Symbol für Teamarbeit.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Freiburger Verkehrs AG)














