Großer Waldbrand in Baden-Württemberg – Feuer breitet sich aus

Eine Fotomontage eines Waldes der in Brand steht, sowie einem vom Feuer bedrohten Acker davor. Die Rauchschwaden verteilen sich langsam über das ganze Bild und davor prangt eine rot-weiße Banderole, auf der in Großbuchstaben „Waldbrand Gefahr“ steht.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Ein Waldbrand in Baden-Württemberg sorgte am Mittwochabend für einen Großeinsatz: Flammen breiteten sich rasch aus, Bäume standen in Brand und eine Drohne spürte versteckte Glutnester auf.

Schon von Weitem war eine dichte Rauchwolke zu sehen. Dann standen plötzlich Gras, Büsche und Bäume in Flammen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.

Drohne spürt versteckte Glutnester auf

In einem Waldgebiet nahe des Wasserturms in Roigheim im Kreis Heilbronn ist am Mittwochabend ein größerer Flächenbrand ausgebrochen. Gegen 18:30 Uhr ging der Alarm ein. Schon auf der Anfahrt bemerkten die Einsatzkräfte eine massive Rauchentwicklung. Was zunächst auf einer Grasfläche bei den Mühlbacher Höfen brannte, entwickelte sich dabei rasch zu einem größeren Vegetationsbrand. Bei der betroffenen Fläche handelte es sich um eine spezielle Trockenwiese. Auch Bäume wurden vom Feuer erfasst. Insgesamt standen rund 3.000 Quadratmeter Vegetationsfläche in Flammen.

Mehrere Einsatzkräfte aus der Region kamen zur Unterstützung. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Roigheim waren auch Feuerwehren aus Möckmühl, Neckarsulm und Adelsheim sowie der Feuerwehrzweckverband Ellbachtal im Einsatz. Drohneneinheiten aus Adelsheim und Heilbronn überflogen zudem das betroffene Gebiet mit Wärmebildkameras. So konnte man versteckte Glutnester entdecken und gezielt ablöschen. Die gesamte Fläche hatte man anschließend gründlich kontrolliert. Nach Angaben der Feuerwehr konnte durch das schnelle und koordinierte Vorgehen verhindert werden, dass sich die Flammen noch weiter ausbreiteten. Gegen 21:30 Uhr war der Einsatz beendet. Warum das Feuer ausbrach, ist bislang noch unklar.

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Zehntausende Feuerwehreinsätze im Land

Die Feuerwehr in Baden-Württemberg hat alle Hände voll zu tun, denn im vergangenen Jahr wurde sie insgesamt zu 128.385 Einsätzen und Alarmierungen gerufen – etwa alle vier Minuten. Dabei ging es längst nicht immer um Brände. Nur rund siebzehn Prozent der Einsätze betrafen tatsächlich das Löschen eines Feuers. Besonders häufig waren technische Hilfeleistungen gefragt. Sie machten laut Jahresstatistik des Innenministeriums rund 43 Prozent der Einsätze aus, etwa bei Unfällen oder anderen Notlagen.

Auch Tiere und Insekten hielten die Einsatzkräfte auf Trab, denn in rund zwölf Prozent der Fälle ging es um entsprechende Hilfeleistungen. Weitere sechs Prozent entfielen auf die Unterstützung des Rettungsdienstes. Insgesamt wurden die Feuerwehren im vergangenen Jahr zu 21.716 Bränden alarmiert. So viele wie nie zuvor. In Baden-Württemberg engagieren sich laut Statistik 115.577 aktive Feuerwehrleute. Rund 2.928 von ihnen sind dabei hauptberuflich tätig.

(Quellen: Polizei, Feuerwehr Roigheim, SWR)