
Sie sind zurück und es werden immer mehr: Wölfe breiten sich nach und nach immer weiter in Baden-Württemberg aus. Das Land beobachtet die Entwicklung jedoch ganz genau, um Krisen abwenden zu können.
Lange galten sie als ausgerottet. Doch jetzt sind die Wölfe offiziell zurück in Deutschland und breiten sich auch in Baden-Württemberg aus. Landwirte müssen jetzt besonders gut aufpassen.
Achtung: Sie sind zurück und haben Hunger
Wer an Wölfe denkt, dem kommen oft ferne Länder wie Kanada, Alaska oder Russland in den Sinn. Immerhin gelten die Tiere in Deutschland schon seit vielen Jahren als ausgerottet. Dem NABU zufolge wurde der letzte Wolf des Landes tatsächlich bereits im Jahr 1904 erschossen. Doch die Tiere sind hartnäckig, und so kam es in den Jahren danach immer wieder zu einzelnen Sichtungen. Im Jahr 2000 gab es in Sachsen sogar das erste Mal Nachwuchs. Mit dem neuen Wolfsrudel gehen Experten davon aus, dass die Tiere endgültig in Deutschland zurück sind.
Insgesamt lebten im Monitoringjahr 2023/2024 laut dem Bundesamt für Naturschutz 209 Wolfsrudel, 46 Paare und 19 Einzelwölfe in der Republik. Die Wildtiere fühlen sich dabei vor allem in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Hause. Doch auch in Baden-Württemberg breiten sich die Wölfe immer weiter aus. Experten erklären das vor allem damit, dass es in dem Bundesland einige geeignete Regionen mit geschützten Wäldern, Rehen und Wildschweinen gibt. Aktuell soll es insgesamt vier Einzelwölfe im Ländle geben.
Die Wölfe sind wieder da, und mit ihnen der Hunger
Während sich Naturschützer darüber freuen, dass die Wölfe sich ausbreiten, sehen Landwirte die Entwicklung jedoch kritisch. Denn die Tiere halten sich nicht immer unbedingt daran, nur frei laufende Rehe und Wildschweine anzugreifen. Hin und wieder reißen sie auch Nutztiere. So wurden laut Landesumweltministerium erst vor wenigen Tagen fünf tote Schafe in der Schwarzwaldgemeinde Schluchsee gefunden.
Aktuell prüft das zuständige Labor, inwiefern ein Wolf die Tiere erlegt haben könnte. Feststeht, dass jeder, der Nutztiere in Waldnähe stehen hat, sich um effektiven Herdenschutz kümmern muss. Denn der Staat haftet grundsätzlich nicht für Schäden durch Wildtiere. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) führt lediglich ein Wolfmonitoring im Auftrag des Umweltministeriums durch und dokumentiert alle Sichtungen, Risse und Funde.














