Hier gibt es Felder zum Selberpflücken in Baden-Württemberg

Ein Mädchen mit roten Haaren hockt auf einem Erdbeerfeld, um Erdbeeren zu pflücken. Im Hintergrund sind weitere Erwachsene dabei, die Früchte einzusammeln.
Symbolbild © istockphoto/SolStock

Sommerzeit heißt Erdbeerzeit – und auf den Feldern zum Selberpflücken in Baden-Württemberg wartet das süße Rot direkt am Strauch. Wer früh kommt, wird belohnt: mit Aroma, Frische und einem Ausflug ins Grüne.

Überall lockt das satte Rot der süßen Versuchung: In Südbaden warten zahlreiche Selbstpflückfelder, auf denen der Sommer direkt im Korb landet und genossen werden will.

Zwischen Erdbeerduft und Feldern

Die Idee ist simpel, der Effekt dafür umso größer: selbst pflücken, direkt vom Strauch naschen und nur das mitnehmen, was wirklich reif ist. In der Region rund um den Bodensee und weiter Richtung Schwarzwald ist das längst ein fester Sommerbrauch geworden. Besonders bekannt ist die Erdbeerplantage Schilling, die mehrere Standorte betreibt – etwa in Rottweil, Villingen-Schwenningen, Hüfingen und Pfullendorf.

Auch der Bruderhof Beerenobst zieht jedes Jahr viele Familien aufs Feld. Dort kann man in Emmingen-Liptingen, Eigeltingen, Rielasingen-Worblingen und Radolfzell die Körbe füllen. Etwas kleiner, aber nicht weniger beliebt, sind das Erdbeerfeld Georgshof in Hilzingen sowie die Erdbeerfelder König zwischen Bohlingen und Bankholzen. Auch der Fuchshof in Konstanz-Dingelsdorf bietet frische Ware zum Selberpflücken. Doch der Besuch auf dem Feld ist mehr als nur Einkaufen. Es ist ein Stück Sommerurlaub im Alltag – barfuß im Gras, der Duft reifer Früchte in der Luft und die Hände voller roter Beeren.

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Kleine Früchte, große Tipps

So entspannt das Erlebnis wirkt, ein paar einfache Regeln entscheiden über Geschmack und Qualität. Experten raten, nur vollständig rote Erdbeeren zu pflücken, denn nachreifen tun sie nicht mehr. Wer früh am Morgen kommt, hat die besten Chancen auf feste, aromatische Früchte – bevor Sonne und Hitze sie weich machen. Nach starkem Regen sollte man besser warten: Zu viel Feuchtigkeit verwässert das Aroma. Beim Pflücken selbst gilt: Immer mit Kelchblättern ernten, so bleiben die Früchte länger frisch. Und auch die kleinen Beeren verdienen Aufmerksamkeit – oft sind sie besonders intensiv im Geschmack. Ein weiterer Tipp betrifft die Lage: Felder direkt an Straßen wirken praktisch, sind aber weniger empfehlenswert, da Abgase und Abrieb die Früchte beeinträchtigen können.

Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt auch ein Blick auf die Zahlen: Erdbeeren gehörten in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2023/24 zu den beliebtesten Obstsorten und lagen nach Äpfeln, Bananen und Trauben auf Platz vier. Rund 41 Prozent stammen aus heimischem Anbau, der Rest wird importiert.

(Quellen: Erdbeerhöfe der Region, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)