
In Baden-Württemberg häufen sich seit Jahren Meldungen über dieses streng geschützte Wildtier. In bestimmten Regionen gibt es Sichtungen und gesicherte Spuren. Behörden sprechen daher nicht mehr von Einzelfällen, sondern von einem stabilen Wiederauftreten.
Derzeit häufen sich die Sichtungen des Wolfs im Schwarzwald. Vor allem der Nordschwarzwald gilt als Schwerpunktgebiet. Hier konnte man in den letzten Jahren wiederholt einzelne Tiere eindeutig identifizieren. Darunter soll auch ein sesshafter Wolf sein, der über einen längeren Zeitraum in der Region verblieben ist.
Sichtungen der Wölfe in Baden-Württemberg häufen sich
Die großen Waldflächen, die geringe Besiedlung und das Nahrungsangebot bieten günstige Bedingungen für das scheue Raubtier. Auch im Odenwald und im Bereich der Baar gibt es regelmäßig bestätigte Nachweise. Dabei handelt es sich meist um durchziehende Einzeltiere, die auf der Suche nach einem eigenen Revier sind. Fachleute gehen davon aus, dass die Wölfe aus benachbarten Bundesländern wie Bayern, Hessen oder Rheinland-Pfalz nach Baden-Württemberg einwandern. Besonders junge Tiere legen dabei teils mehrere hundert Kilometer zurück.
Nach Angaben der zuständigen Umweltbehörde stehen alle Hinweise in der Prüfung. Als sicher gelten jedoch nur Nachweise, die durch genetische Proben, Fotofallen oder gerissene Wildtiere eindeutig belegt sind. Sichtungen durch Spaziergänger allein reichen dafür nicht aus, da es häufig zu Verwechslungen mit großen Hunden oder Füchsen kommt.
Land will Tiere schützen: Angst vor dem Wolf wächst
Obwohl er zunehmend präsenter wird, gilt der Wolf weiterhin als sehr scheu. Begegnungen mit Menschen sind äußerst selten. Angriffe auf Menschen sind in Deutschland bislang nicht bekannt. Dennoch sorgt die Rückkehr des Beutegreifers vor allem bei Tierhaltern für Diskussionen. Besonders Schafe und Ziegen sind in Gefahr, weshalb in betroffenen Regionen verstärkt Herdenschutzmaßnahmen gelten.
Das Land Baden-Württemberg beobachtet die Entwicklung genau. Über ein offizielles Wolfsmonitoring werden die Bewegungen der Tiere dokumentiert und die entsprechenden Informationen veröffentlicht. Das Ziel besteht darin, den Schutz der Tiere mit den Interessen von Landwirtschaft und Bevölkerung in Einklang zu bringen. Fest steht: Der Wolf ist wieder Teil der heimischen Natur. Insbesondere im Schwarzwald und den angrenzenden Regionen gehört er inzwischen zum ökologischen System, wenngleich seine Rückkehr weiterhin aufmerksam begleitet wird.
(Quellen: Eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)














