Hitze zerstört Natur in Baden-Württemberg – Bäume sterben ab

Auf dieser Nahaufnahme ist deutlich zu erkennen, dass die Blätter der Bäume in einem Wald gelb und trocken werden und nach und nach absterben. Die Ursache dafür liegt wohl an der Hitze und dem fehlenden Wasser, das für ein gesundes Wachstum der Bäume unerlässlich ist.
Symbolbild © istockphoto/Rob Cleaver

Jetzt ist es so weit und das Unvorstellbare tritt tatsächlich ein: Die Hitze zerstört die Natur in Baden-Württemberg und die Bäume sterben ab. Der Schaden ist nicht wiedergutzumachen.

Der ausbleibende Regen fordert nun seinen Tribut: Die anhaltende Hitze zerstört massiv die Natur in Baden-Württemberg. Die Situation ist ernst, denn zahlreiche Bäume sterben bereits ab. Ohne ausreichend Niederschlag drohen sich die Schäden weiter zu verschärfen.

Schutzgebiete bedecken ein Drittel der Landesfläche

Baden-Württemberg ist stark von Wald und vielfältigen Naturlandschaften geprägt. Rund 1,35 Millionen Hektar, also etwa 38 Prozent der Landesfläche, sind bewaldet. Dabei halten sich Laub- und Nadelbäume ungefähr die Waage, wobei Fichte und Buche zu den häufigsten Baumarten zählen. Neben den großen Waldgebieten prägen sieben Naturparks, zwei UNESCO-Biosphärengebiete und der Nationalpark Schwarzwald das Land. Zusammen bedecken diese Schutzgebiete etwa ein Drittel der Landesfläche. Die Naturparks verbinden den Schutz wertvoller Landschaften mit nachhaltiger Nutzung und Erholung und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der einzigartigen Kulturlandschaft. Doch die anhaltende Hitze zerstört die Natur in Baden-Württemberg und Bäume sterben ab.

Aufgrund Wassermangel Entstehung von Totholz und Abfall von Blättern

Bäume sind für Natur, Tiere und Menschen von großer Bedeutung, weil sie Lebensräume schaffen, Sauerstoff produzieren und das Klima beeinflussen. Damit sie gesund wachsen können, benötigen sie jedoch ausreichend Wasser, Sonnenlicht, Nährstoffe und einen geeigneten Boden. Während die Wurzeln Wasser und wichtige Mineralstoffe aufnehmen, wandeln die Blätter mithilfe des Sonnenlichts Kohlendioxid in Energie um. Deshalb ist ein lockerer und gut durchlüfteter Boden besonders wichtig, damit sich die Wurzeln ausbreiten und genügend Sauerstoff aufnehmen können. Gleichzeitig beeinflussen Wetter und Klima die Entwicklung der Bäume, denn während ausreichender Regen und moderate Temperaturen das Wachstum fördern, schwächen Hitze und längere Trockenperioden die Bäume.

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So setzen die anhaltende Hitze und Trockenheit auch den botanischen Gärten in Baden-Württemberg erheblich zu. Besonders Bäume leiden unter Wassermangel, wodurch Totholz entsteht, Blätter vorzeitig abfallen und Früchte kleiner bleiben oder auch frühzeitig abfallen. Vor allem junge Bäume sind gefährdet, weil ihre Wurzeln noch nicht tief genug reichen und sie deshalb regelmäßig bewässert werden müssen. Gleichzeitig erschweren große Gartenflächen eine flächendeckende Wasserversorgung. Deshalb setzen viele botanische Gärten zunehmend auf Tröpfchenbewässerung, Zisternen und Mulch, während zugleich trockenheitsverträgliche Pflanzen ausgewählt werden. Allerdings reichen die vorhandenen finanziellen Mittel vielerorts noch nicht aus, um alle notwendigen Anpassungsmaßnahmen umzusetzen.

(Quellen: LUBW, Umweltministerium BW)