Hitzewelle in Baden-Württemberg: RKI warnt vor Todesfällen

Zwei Bauarbeiter helfen einer Frau auf dem Boden, indem sie ihr eine Flasche Wasser anbieten. Die Frau scheint überhitzt zu sein, hatte wohl aufgrund der großen Hitze vor Kurzem einen Hitzeschock oder Sonnenstich bekommen.
Symbolbild © istockphoto/Liudmila Chernetska

Die anhaltende Hitzewelle bringt nicht nur schlaflose Nächte und hohe Temperaturen mit sich. Gesundheitsbehörden wie das RKI warnen inzwischen eindringlich vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts steigt mit längeren Hitzeperioden auch die Zahl der Todesfälle. 

Gerade Baden-Württemberg erlebt derzeit eine außergewöhnlich frühe und intensive Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer Wetterlage, die in dieser Form selbst für Ende Juni ungewöhnlich ist. Hohe Tageswerte und warme Nächte setzen dem Körper erheblich zu, weil sich der Organismus kaum noch erholen kann. Das RKI spricht nun eine offizielle Warnung aus.

RKI warnt vor gefährlicher Hitze: Mehr Todesfälle als gewöhnlich gemeldet

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht während der Sommermonate regelmäßig Berichte zur sogenannten hitzebedingten Mortalität. Dabei werden nicht nur Todesfälle erfasst, bei denen Hitze unmittelbar zum Tod führt. Viel häufiger verschlechtert die extreme Wärme bestehende Erkrankungen so stark, dass sie letztlich lebensbedrohlich werden. Deshalb taucht Hitze auf Totenscheinen häufig gar nicht als eigentliche Todesursache auf. Stattdessen berechnen Wissenschaftler mithilfe statistischer Verfahren, wie viele Menschen während extremer Hitze zusätzlich sterben.

Die Zahlen zeigen, wie groß das Problem inzwischen geworden ist. In besonders heißen Sommern wurden deutschlandweit mehrere Tausend hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Besonders betroffen sind Menschen ab einem Alter von 75 Jahren. Nach Angaben des RKI steigt das Risiko deutlich an, wenn hohe Temperaturen über mehrere Tage und Nächte anhalten.

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Bürger sollen sich vor der Hitze schützen: Gesundheitliche Folgen verheerend

Auch das Land Baden-Württemberg sieht die Entwicklung mit Sorge. Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass Hitze längst kein außergewöhnliches Sommerereignis mehr ist, sondern zu einem wachsenden Gesundheitsrisiko geworden ist. Die Behörden appellieren deshalb an die Bevölkerung, ausreichend zu trinken, körperliche Anstrengungen in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen und besonders auf ältere Angehörige sowie Nachbarn zu achten.

Säuglinge, Kleinkinder und chronisch kranke Menschen benötigen während Hitzeperioden besonderen Schutz. Experten empfehlen außerdem, Wohnräume möglichst kühl zu halten, direkte Sonne zu vermeiden und Warnungen des Deutschen Wetterdienstes zu beachten. Wer unter Kreislaufproblemen, Schwindel, Verwirrtheit oder starker Erschöpfung leidet, sollte die Beschwerden ernst nehmen und gegebenenfalls medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

(Quellen: Robert Koch-Institut, Deutscher Wetterdienst, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg)