
Die Hitze setzt den Wasserreserven zu – und was in München bereits Realität ist, könnte auch in Baden-Württemberg künftig zum Thema werden. Warum Experten zum Wassersparen raten.
Noch fließt das Wasser in Baden-Württemberg ohne Einschränkungen. Doch die anhaltende Hitze könnte das ändern.
Umweltministerin warnt vor den Folgen des Klimawandels
Mit jedem trockenen Tag wächst die Sorge um eine der wichtigsten Ressourcen überhaupt: Wasser. Während viele Menschen in Baden-Württemberg noch sorglos den Garten bewässern oder das Planschbecken für die Kinder füllen, zeigt ein Blick nach München, wie schnell sich die Lage ändern kann. Dort sind genau solche Aktivitäten wegen Wasserknappheit bereits untersagt. Noch gibt das Umweltministerium in Stuttgart Entwarnung. Doch die Warnsignale sind unübersehbar. Denn auch in Baden-Württemberg liegen die Grundwasserstände inzwischen leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.
Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) sieht derzeit zwar keinen Anlass für Verbote. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass der Klimawandel die Wasserversorgung künftig stärker unter Druck setzen könnte. „Ohne Wasser, wissen wir alle, geht nichts. Für Menschen, für die Landwirtschaft, aber auch für Ökosysteme um uns herum. Von daher finde ich einen sorgsamen Umgang mit Wasser schon wichtig“, betont Walker. Die Trinkwasserversorgung im Land gilt aktuell als gesichert. Sollten sich Trockenheit und Hitze jedoch weiter verschärfen und freiwillige Sparappelle nicht ausreichen, könnten einzelne Städte oder Gemeinden künftig ebenfalls gezwungen sein, Einschränkungen beim Wasserverbrauch einzuführen.
Mit diesen einfachen Tricks sparen Sie jeden Tag Wasser
Der durchschnittliche Verbrauch liegt in Deutschland seit Jahren auf einem ähnlichen Niveau: 2025 nutzte jeder Bürger im Schnitt 123 Liter Trinkwasser pro Tag, 2005 waren es noch 125 Liter. Auch ohne Verbot lohnt sich ein bewusster Umgang mit Wasser. Wer beim Duschen genau ein Lied lang unter der Brause bleibt, reduziert die Duschzeit meist auf zwei bis drei Minuten statt der üblichen acht Minuten. Das spart mehr als die Hälfte des Wasserverbrauchs.
Auch beim Zähneputzen lässt sich viel Wasser einsparen. Mit einem Zahnputzbecher bleibt der Wasserhahn geschlossen – andernfalls können bis zu vierzig Liter unnötig im Abfluss landen. In der Küche hilft eine Spülschüssel statt des voll eingelassenen Spülbeckens. Sie benötigt nur vier bis sechs Liter Wasser und spart so bis zu achtzig Prozent. Das Spülwasser kann anschließend für die Toilettenspülung verwendet werden. Ebenso sinnvoll: Wasch- und Geschirrspülmaschine voll beladen starten und möglichst das Eco-Programm nutzen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














