
Die Experten warnen in Baden-Württemberg die Hundehalter, die zur Vorsicht gebeten werden. Gerade wenn es mit den lieben Tieren raus in die Natur auf den Spaziergang geht, lauert die Gefahr direkt um die Ecke.
Mit dem Beginn des Frühlings steigt in Baden-Württemberg aktuell auch die Gefahr für eine oft unterschätzte Tierkrankheit: die Fuchsräude. Behörden und Experten schlagen Alarm und rufen Hundebesitzer zur besonderen Vorsicht auf, denn gerade jetzt breitet sich die Erkrankung verstärkt aus.
Erreger haben Hochsaison: Hundehalter zur Vorsicht gebeten
Grabmilben übertragen die Fuchsräude, sie graben sich in die Haut von Tieren regelrecht ein. Besonders betroffen sind zum Beispiel Füchse, doch auch Hunde und Katzen können sich infizieren. Die Krankheit führt zu starkem Juckreiz, Entzündungen, Fellverlust und kann unbehandelt schwere Folgen haben. Aktuell sprechen Fachleute sogar von einer Hochsaison. Vor allem in Regionen wie dem Ortenaukreis, dem Schwarzwald sowie im Raum Karlsruhe werden vermehrt kranke oder tote Füchse gemeldet. Auch im Landkreis Karlsruhe gab es bereits Hinweise auf infizierte Tiere, etwa in Rheinstetten und Philippsburg.
Ein Grund für die steigende Gefahr liegt im Verhalten der Tiere selbst. Nach der Paarungszeit im Winter kommen Füchse häufiger in engen Kontakt miteinander – ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Milben. Gleichzeitig bewegen sich die Tiere näher an Siedlungen, wodurch sie für Menschen und Haustiere sichtbarer werden. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Körperstellen. Auch Kontakt mit kontaminierten Orten wie Fuchsbauten kann ein Risiko darstellen.
Hunde an der Leine halten – Infektion droht in Baden-Württemberg
Hunde sollten in betroffenen Gebieten möglichst angeleint bleiben und keinen Kontakt zu Wildtieren oder Kadavern haben. Spaziergänger sollten auffällige oder kranke Füchse nicht anfassen und entsprechende Beobachtungen melden. Typische Anzeichen einer Infektion beim Hund sind starker Juckreiz, kahle Stellen im Fell und Hautveränderungen. Wer solche Symptome bemerkt, sollte schnell einen Tierarzt aufsuchen. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden.
Wichtig ist auch: Die Fuchsräude tritt immer wieder regional auf und bildet lokale Schwerpunkte, die sich mit der Zeit verlagern. Für viele Hundebesitzer bedeutet das: erhöhte Aufmerksamkeit im Alltag. Gerade beim Spaziergang im Wald oder am Stadtrand lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn auch wenn die Gefahr nicht überall gleich groß ist – unterschätzen sollte man sie derzeit keinesfalls.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Landesjagdverband)














