
Für zahlreiche Kinder gehört der Schulbus zum Alltag. Umso schlimmer, wenn dieser nicht reibungslos funktioniert. Offenbar wurden durch defekte Schulbusse in Baden-Württemberg nun sogar Kinder verletzt.
Der Weg zur Schule gehört für Kinder in Deutschland ab der Einschulung dazu. Hierfür sollten Schulbusse intakt sein und Sicherheit gewährleisten. Doch das war in Baden-Württemberg wohl nicht der Fall.
Defekte Schulbusse in Baden-Württemberg: So schlecht ist der Zustand
Dabei ist der schlimme und teilweise gefährliche Zustand in Deutschland bei Schulbussen wohl keine Ausnahme. Im Landkreis Fürstenfeldbruck eskalierte die Situation in Schulbussen beispielsweise zu gravierenden Problemen wie Vandalismus, Respektlosigkeit und Müll. Ein regionales Busunternehmen entschied sogar, die Strecke künftig nicht mehr zu bedienen. Das Landratsamt sucht nun nach einer Lösung für die Schülerbeförderung und hat Eltern mit Verhaltensregeln angesprochen, jedoch fehlen Aussagen zu neuen Bewerbern.
Das Verkehrschaos vor dem Schulbesuch wird durch überfüllte Busse verschlimmert. In manchen Fällen müssen Schüler zurückgelassen werden, in anderen quetschen sich so viele in einen Bus, dass kaum mehr Platz bleibt. Experten machen dafür nicht nur die Unterfinanzierung des Schülerverkehrs verantwortlich, sondern auch fehlende Fahrer und knallhart kalkulierte Kapazitäten.
Defekte Schulbusse in Baden-Württemberg: Das ist die Ursache
Vorschläge zur Entlastung umfassen zeitversetzten Schulbeginn und die Wiedereinführung von Schülerlotsen, wobei jedoch Zweifel an der Umsetzbarkeit bestehen. Langfristig befürchten Kritiker, dass Schüler den ÖPNV als unkomfortabel empfinden und später auf das Auto umsteigen könnten. Inzwischen sind E-Busse auf dem Vormarsch. Karlsruhe befindet sich in einer Vorreiterrolle.
In der Nähe des Heidenheimer Bahnhofs kam es zu einem Vorfall mit einem Schulbus, bei dem Dämpfe aus einer defekten Batterie austraten. Etwa 40 Fünftklässler befanden sich im Fahrzeug und wurden zunächst in der Schule untersucht. 17 Kinder klagten über Symptome wie Schwindel und Atemwegsprobleme und wurden deswegen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Laut der Polizei ereignete sich der Vorfall am Freitagvormittag, wobei Rauch aus der Batterie entwichen war. Vorübergehend waren rund 20 Einsatzfahrzeuge von Polizei und Rettungsdiensten vor Ort, um die Situation zu bewältigen.
(Quellen: dpa, Stadt Heidenheim, Polizeiticker)














