Klimastudie deckt auf: Den Skigebieten geht der Neuschnee aus

Mehrere Menschen fahren Ski auf einem schneebedeckten Berg. Die Pisten sind weiß und weitläufig, im Hintergrund zeichnen sich sanfte Hänge und verschneite Gipfel ab. Die Skifahrer tragen bunte Wintersportkleidung und Helme.
Symbolbild © istockphoto/Hicazi Ozdemir

Eine aktuelle Studie zeigt die Folgen des Klimawandels auf. Zwar ist der beliebte Winterurlaub weiterhin möglich, doch geht den Skigebieten in den nächsten Jahren allmählich der Neuschnee aus.

Besonders im Winter ist die zunehmende Erderwärmung spürbar. Die Temperaturen sind inzwischen vergleichsweise mild und Neuschnee ist immer seltener. Das wirkt sich auch auf die Skigebiete aus.

Fehlender Neuschnee – Skigebiete in Gefahr

Passionierte Wintersportler müssen nun stark sein und sich leider der Tatsache stellen, dass Schnee mittlerweile ein rares Naturgut ist. Heutzutage ist es keine Seltenheit, dass vor allem in tieferen Lagen – oder einfach weil der Neuschnee ausbleibt – Schneekanonen zum Einsatz kommen. Immerhin wollen die meisten Menschen in ihrem Winterurlaub skifahren, snowboarden oder auch rodeln. Ohne die kühle weiße Decke ist das nur schwer möglich. Doch könnten eben die Schneekanonen künftig im Dauerbetrieb laufen, wenn der Klimawandel weiter fortschreitet. Andernfalls geht ein Skigebiet, und damit auch all jene, die von den Wintertouristen abhängig sind, nach dem anderen in den nächsten Jahren den Bach hinunter.

Den Skigebieten geht der Neuschnee aus

Der Deutsche Wetterdienst hat zusammen mit dem österreichischen Klimadienst Geosphere Austria eine Studie durchgeführt, die aufzeigen soll, wie sich das Klima in den Skigebieten in den kommenden Jahren verändert. Den Auftrag dazu gab die Allgäuer Bergbahn Initiative (ABBI e. V.). Aufgrund des steten Temperaturanstiegs bis zu 1,1 Grad Celsius im Winter ist schon jetzt absehbar, dass die Schneedecke zunehmend schneller schmilzt. Auch Neuschnee bleibt daher nicht besonders lang liegen. Das bedeutet auch, dass der Einsatz von Schneekanonen zu einer Art Kampf gegen Windmühlen mutiert, da ständig nachgelegt werden muss.

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Besonders in den tieferen Lagen ist Skifahren ohne Kunstschnee schon jetzt kaum bis gar nicht mehr möglich. Den Prognosen der Studie zufolge soll es in den nächsten 30 Jahren bis zu 20 Prozent weniger Neuschnee geben. Einerseits, da der Schnee schneller schmilzt, andererseits, da sich die Zeit vermindert, in der es schneien soll. Die Tourismusbranche in den Alpen reagiert bereits. Mehr als 80.000 Schneekanonen soll es in den Skigebieten schon geben. Weiterhin gebe es Alternativangebote wie wandern.

(Quellen: Österreichischer Klimadienst Geosphere Austria, Deutscher Wetterdienst)