Kontrolle eskaliert: Zugmitarbeiter in Baden-Württemberg attackiert

Ein Zugschaffner kontrolliert das Ticket einer Frau, bevor sie in den Zug einsteigt und die Fahrt des Zuges fortgesetzt werden kann. Derartige Kontrollen sind wichtig, um das Schwarzfahren zu unterbinden.
Symbolbild © istockphoto/thehague

Und wieder ist eine Kontrolle eskaliert. Dieses Mal wurde ein Zugmitarbeiter in Baden-Württemberg attackiert. Der Vorfall sorgt erneut für heftige Debatten und der Ruf nach Schutzmaßnahmen wird immer lauter.

Der Aufschrei des Entsetzens ist nicht nur bei den Kollegen groß. Eine einfache Kontrolle eskalierte, woraufhin ein Fahrgast einen Zugmitarbeiter in Baden-Württemberg attackierte.

Züge in der Hauptreisezeit stark ausgelastet

In der Ferienzeit entscheiden sich viele Menschen für die Bahn, um in den Urlaub zu fahren, Verwandte zu besuchen oder Städte und Regionen ohne Auto zu erkunden. Gerade in der Hauptreisezeit ist der Reiseverkehr auf den Schienen besonders spürbar. An Wochenenden, zum Ferienbeginn, an klassischen Rückreisetagen und auf beliebten Strecken Richtung Küste, Berge oder große Städte sind viele Züge stark ausgelastet. Sinnvoll ist es da, genug Zeit für Umstiege einzurechnen und sich kurz vor der Abfahrt über mögliche Baustellen, Fahrplanänderungen oder Verspätungen zu informieren. In der Ferienzeit wird außerdem besonders deutlich, wie wichtig die Arbeit von Zugbegleitern für einen reibungslosen Bahnverkehr ist.

Gewaltsamer Zwischenfall bei Fahrscheinkontrolle

Wenn Bahnsteige voll sind, Reisende ihre Plätze suchen, Anschlüsse knapp werden oder Fahrgäste Fragen haben, sind Zugbegleiter zentrale Ansprechpartner. Sie kontrollieren nicht nur Fahrkarten, sondern geben Auskünfte, helfen bei Problemen, achten auf Ordnung im Zug und tragen dazu bei, dass sich Reisende möglichst sicher fühlen. Der Beruf verlangt deshalb mehr als nur eine reine Kontrolle. Gerade in der Ferienzeit, wenn viele Menschen mit verschiedenen Erwartungen unterwegs sind, wird deutlich, wie schwierig die Arbeit sein kann. Allein im letzten Jahr wurden mehr als 3.000 Angriffe gegenüber Beschäftigten von Eisenbahnverkehrsunternehmen registriert. Jüngst eskalierte eine Kontrolle, als ein Fahrgast einen Zugmitarbeiter in Baden-Württemberg attackierte.

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Zu dem Vorfall kam es bei einer Kontrolle in einer S-Bahn in Baden-Württemberg. Ein 29 Jahre alter Fahrgast war ohne gültigen Fahrschein unterwegs. Er sollte deshalb am Bahnhof Korntal-Münchingen im Kreis Ludwigsburg aussteigen. Auf dem Bahnsteig eskalierte die Situation. Der Mann griff einen 60 Jahre alten Bahnmitarbeiter an und schlug ihm mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht. Der angegriffene Mitarbeiter setzte sich zur Wehr und brachte den Mann zu Boden. Ein weiterer Beschäftigter der Deutschen Bahn, der die Kontrolle begleitet hatte, verständigte die Polizei. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, welchen Belastungen Zugbegleiter und Kontrollpersonal im Arbeitsalltag ausgesetzt sein können, besonders wenn Fahrscheinkontrollen zu Konflikten führen.

(Quellen: Deutsche Bahn, Bahn, dpa, Polizeiangaben)