Maßnahmen: Seuchen-Alarm ausgebrochen in Baden-Württemberg

Eine Person in gelber Schutzkleidung legt Müllsäcke mit kontaminierter Kleidung vor ein Zelt. Es handelt sich womöglich um den Ausbruch einer Seuche.
Symbolbild © imago/photothek

Der Seuchen-Alarm in Baden-Württemberg ist nun tatsächlich ausgebrochen. Doch das Land hat sich eine vielversprechende Maßnahme für mehr Sicherheit überlegt. Gerade Betriebe können stark davon profitieren.

In Baden-Württemberg herrscht seit einiger Zeit Seuchen-Alarm und viele Betriebe leiden darunter. Doch jetzt gibt es eine Möglichkeit für die Inhaber sich in der Krise zu schützen.

Gefahr: Riesige Verluste für Betriebe

Spätestens Corona hat den Menschen gezeigt, wie gefährlich Seuchen wirklich sein können. Glücklicherweise sind nicht alle Viren genauso gefährlich für Menschen, wie sie es für Tiere sind. So breitet sich die Afrikanische Schweinepest bereits seit einigen Jahren immer weiter in Deutschland aus und ist für die Bevölkerung selbst ungefährlich. Die sogenannte ASP ist jedoch meist tödlich für Haus- und Wildschweine. Nach aktuellen Informationen wurde sie das erste Mal im Jahr 2024 in der EU nachgewiesen und macht Schweinehaltungsbetrieben seitdem schwer zu schaffen.

Das liegt vor allem daran, dass es bislang keinen Impfstoff für die Tiere gibt. Ohne ein Gegenmittel stecken die Unternehmen daher immer wieder hohe Verluste ein. Um wirtschaftlichen Schäden in Zukunft vorzubeugen, setzt das Land Baden-Württemberg vor allem auf Prävention. In diesem Rahmen ging jetzt auch das Früherkennungsprogramm ASP an den Start. Da in Baden-Württemberg schon länger der Seuchen-Alarm ausgebrochen ist, sollen Betriebe besser vorbereitet werden. Außerdem will das Land sie dabei unterstützen, Schäden einzudämmen.

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Alle müssen sich an die Vorgaben halten

Mit dem Früherkennungsprogramm ASP müssen alle Betriebe in Baden-Württemberg sich regelmäßigen Inspektionen unterziehen. Obendrein sollen Biosicherheitsmaßnahmen verstärkt eingehalten werden. Doch damit noch nicht genug. Denn das Land möchte die Schweinebetriebe auch regelmäßig nach ASP-Erregern durchforsten. Dabei geht es vor allem um tote Tiere. Wer diesen Bedingungen jedoch zustimmt, erhält auch einen ganz besonderen Status: den ASP-Status. Und dieser bedeutet, dass die Unternehmen in Zukunft sogar Schweine oder Zuchtmaterial verbringen können, wenn Sperrzonen in Baden-Württemberg festgelegt werden.

Vor dem Hintergrund, dass im Ländle seit einiger Zeit schon der Seuchen-Alarm ausgebrochen ist und keine Besserung in Sicht ist, ist das eine riesige wirtschaftliche Chance. Damit Firmen den Vorteil des Programms für sich nutzen können, unterstützt das Land auch finanziell. So übernimmt das MLP die Überwachungskosten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg)