
Die Oster-Reisewelle rollt an und bringt volle Autobahnen, endlose Staus und Geduldstests. Besonders am Gründonnerstag und Ostermontag heißt es früh losfahren und für Snacks, Getränke sowie gute Nerven sorgen.
Endlich Ferien – doch statt Urlaubsstimmung droht Stillstand: Auf Baden-Württembergs Autobahnen rollt eine Reisewelle an, die Autofahrer an ihre Grenzen bringt.
Wenn die Straße zum Parkplatz wird
Kilometerlange Blechlawinen, genervte Fahrer und kaum ein Vorankommen. Genau das droht jetzt zum Start der Osterferien in Baden-Württemberg. Besonders der Gründonnerstag entwickelt sich laut ADAC Württemberg zum absoluten Stau-GAU, denn fast alle Bundesländer starten gleichzeitig in die Ferien. Ein Blick auf das vergangene Jahr zeigt, wie ernst die Lage ist: Am Gründonnerstag 2025 summierten sich die Staus auf unglaubliche 249 Stunden und 659 Kilometer Länge. Ein Spitzenwert, der im Jahresranking sogar Platz vier belegte.
Als wäre das nicht genug, kommt in diesem Jahr ein zusätzliches Problem hinzu: der Engelbergtunnel auf der A81. Nach einem Lkw-Brand Anfang März ist die wichtige Verkehrsader noch immer eingeschränkt befahrbar. Zwar wurde eine Röhre wieder geöffnet – doch nur ein Fahrstreifen für alle sorgt für neue Engpässe. Mit bis zu 140.000 Fahrzeugen täglich zählt der Tunnel zu den meistbefahrenen in Deutschland. Entsprechend groß ist die Sorge vor zusätzlichen Staus – nicht nur auf der Autobahn selbst, sondern auch auf Ausweichstrecken durch Ditzingen, Leonberg und Gerlingen. Wer Richtung Süden unterwegs ist, sollte nach Möglichkeit großräumig über andere Routen ausweichen. Und wer denkt, nach den Feiertagen kehrt Ruhe ein, irrt gewaltig: Am Ostermontag rollt die Rückreisewelle. Auch hier drohen massive Verzögerungen – im vergangenen Jahr staute sich der Verkehr auf über 600 Kilometern. Generell steckt Deutschland im Verkehrschaos: Laut ADAC gab es in Deutschland im Jahr 2025 rund 496.000 Staus und 478.000 Staustunden.
Kleine Tricks gegen großen Frust
Ganz vermeiden lässt sich der Stau oft nicht – aber zumindest erträglicher machen. Experten raten: Möglichst früh morgens oder spät abends fahren und Stoßzeiten meiden. Ein Zeitpuffer ist Pflicht. Auch die Vorbereitung entscheidet: Getränke, Snacks und genug Sprit gehören unbedingt ins Auto. Bei kühlen Temperaturen kann sogar eine Decke sinnvoll sein. Denn wer stundenlang feststeckt, spürt schnell die Belastung – körperlich und mental.
Wichtig: Trotz aller Entspannungstipps sollte die Aufmerksamkeit im Verkehr nicht nachlassen. Atemübungen können helfen, die Nerven zu beruhigen. Und wer wirklich nicht mehr kann, steuert am besten einen Rastplatz an. Einfach auf der Autobahn aussteigen ist verboten – auch wenn es bei langen Sperrungen manchmal geduldet wird.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, ADAC Württemberg)














