
Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Viele Unfälle ereignen sich bereits vor der Silvesternacht. In Baden-Württemberg wurden mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit Silvesterknallern gemeldet.
Typische Verletzungen betreffen Hände, Augen und Gesicht, oft verursacht durch Fehlfunktionen von Raketen oder selbstgebastelten Feuerwerkskörpern. Notaufnahmen verzeichnen in dieser Zeit einen deutlichen Anstieg von Patienten mit Brandwunden oder Schnittverletzungen.
Gefahr durch Feuerwerk: Verletzungen und Brände nehmen zu
Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, weil sie häufig ohne ausreichende Aufsicht mit Knallern experimentieren. Zudem steigt in diesen Tagen die Zahl der Brände durch unsachgemäßes Abbrennen von Pyrotechnik an. Das Zünden von Feuerwerkskörpern ist mit verschiedenen Risiken verbunden, denn neben den unmittelbaren Verletzungsgefahren kann das Feuerwerk auch Brände an Gebäuden, Fahrzeugen und Müllcontainern verursachen. Tiere reagieren oft panisch auf die lauten Geräusche, was zu Stress oder Fluchtverhalten führt. Außerdem steigt in Städten durch das hohe Verkehrsaufkommen und die zahlreichen Böllerwürfe das Unfallrisiko zusätzlich. Viele Deutsche sprechen sich inzwischen für ein Verbot von Feuerwerkskörpern aus.
Baden-Württemberg: Mehrere Zwischenfälle durch Silvesterknaller
Viele Menschen nutzen Feuerwerkskörper, um das neue Jahr zu begrüßen oder aus Tradition zum Feiern, denn für einige ist das Abbrennen von Böllern ein Ausdruck von Freude. Gleichzeitig entstehen dadurch Risiken: Zwischen Bränden, Sachschäden und verletzten Personen sind Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste während der Silvesternacht im Dauereinsatz. Auch in Baden-Württemberg kam es bereits vor Silvester zu Zwischenfällen. So wurde am Montagabend in der Uhlandstraße in Heilbronn ein Vorfall mit Feuerwerkskörpern gemeldet, bei dem mehrere Personen betroffen waren.
Ein Mann warf Böller aus einem Fenster in Richtung von Passanten und äußerte dabei beleidigende, fremdenfeindliche Äußerungen. Mehrere Personen waren betroffen. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen ermitteln und nahm zusätzlich Aussagen von Zeugen auf. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und ruft weitere Zeugen oder Geschädigte dazu auf, sich zu melden, um den Vorfall umfassend aufzuklären. Außerdem kam es am Dienstagabend in Esslingen-Berkheim zu einem Brand an einem Wohnhaus in der Moltkestraße, ausgelöst durch einen 22-jährigen Bewohner, der Feuerwerkskörper der Kategorie F2 auf dem Balkon zündete. Der Brand beschädigte einen Teil der Hausfassade, Experten schätzen den Schaden auf 15.000 Euro.
(Quellen: Polizei Baden-Württemberg, Polizeiticker)














