
Ein Milliardär aus Baden-Württemberg überrascht mit einer ungewöhnlichen Entscheidung: Statt Luxus nur für sich selbst schenkt er Tausenden Menschen kostenlosen Zugang zu Kunst und Kultur.
Ein Mann, ein Vermögen – und eine überraschende Entscheidung: Was dieser Multimilliardär aus Baden-Württemberg für alle Bürger möglich macht, ist alles andere als selbstverständlich.
Multimilliardär: Vom Schraubenhändler zum Kunstsammler
Wenn man an Superreiche denkt, fallen schnell Namen wie Elon Musk. Doch auch in Deutschland gibt es einen Mann, der ganz oben mitspielt – und dabei einen ganz eigenen Weg geht: Reinhold Würth. Geboren 1935 im beschaulichen Öhringen, baute er ab 1954 einen kleinen Schraubenhandel zu einem Weltkonzern auf. Heute ist die Würth-Gruppe mit Sitz in Künzelsau ein globaler Player.
Mit einem geschätzten Vermögen von 42,8 Milliarden Dollar führt Würth aktuell sogar die Liste der reichsten Deutschen an. Doch statt sich nur Luxus zu gönnen, investiert er seit Jahrzehnten in etwas, was viele überrascht: Kunst – und zwar für alle. Gemeinsam mit seiner Frau lebt Würth seit den 1970er-Jahren im historischen Schloss Hermersberg. Von dort aus lenkt er nicht nur sein Unternehmen, sondern auch eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Europas.
Kunst für alle – und das kostenlos
Was Würth von vielen anderen Milliardären unterscheidet: Seine Leidenschaft für Kunst behält er nicht für sich. Im Gegenteil. Schon 1991 ließ er mitten in einem Industriegebiet in Künzelsau-Gaisbach das Museum Würth bauen – ein damals ungewöhnlicher Schritt. Kunst zwischen Büros und Lagerhallen? Für Würth kein Widerspruch. Heute umfasst seine Sammlung über 20.000 Werke aus rund 500 Jahren Kunstgeschichte. Und die zeigt er nicht nur in einem Museum: Weitere Höhepunkte sind die Kunsthalle Würth, die Johanniterkirche oder das moderne Museum Würth 2.
Doch damit nicht genug: Auch international ist Würth aktiv – von Dänemark bis Spanien betreibt sein Unternehmen Kunstforen. Die erste Auslandsstation entstand 1999 im österreichischen Böheimkirchen, kurz darauf folgte ein Standort im dänischen Kolding. Das Ergebnis? Allein im Jahr 2024 strömten rund 495.000 Besucher in die Museen der Würth-Gruppe. Der Clou: Der Eintritt ist überall frei. Während andere für exklusive Kunst tief in die Tasche greifen müssen, öffnet Würth seine Türen für jeden – egal ob Kunstkenner oder Neugieriger. Ein Geschenk an die Gesellschaft, das zeigt: Reichtum kann auch verbinden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Schwäbische Zeitung, dpa)














