Misshandlung: Schlimmer Verdacht fällt auf den Europa-Park

Auf dem Bild ist der Eingangsbereich des Europa-Parks zu sehen. Im Zentrum des Bildes befindet sich ein großes Gebäude mit einem halbkreisförmigen Glasdach, auf dem in gelben Großbuchstaben der Schriftzug „EUROPA PARK“ steht.
Symbolbild © imago/Steinsiek.ch

Das darf doch nicht wahr sein. Ein schlimmer Verdacht der Misshandlung fällt auf den Europa-Park. Leider trifft es immer jene, die sich am allerwenigsten wehren können.

Schon wieder gibt es eine neue Meldung zu einer Misshandlung. Dieses Mal fällt der schlimme Verdacht wohl auf den Europa-Park, der jedoch sofort reagierte und Maßnahmen ergriff. Viele Menschen verstehen nicht, wie so etwas nur passieren kann.

Anzeichen erkennen und Missstände melden

Missbrauch ist leider ein komplexes gesellschaftliches Phänomen, das in vielen Lebenszusammenhängen auftritt. Er umfasst Formen körperlicher Gewalt, psychischer Gewalt, Vernachlässigung und Machtmissbrauch sowie strukturelle Ungerechtigkeiten. Oftmals bleibt ein Missbrauch verborgen, insbesondere wenn es Tiere betrifft, da diese sich nicht wehren können. Tierschützer, Tierärzte und die Allgemeinheit tragen Verantwortung dafür, Anzeichen von Missbrauch zu erkennen und Missstände zu melden, damit betroffene Tiere geschützt und versorgt werden können. Prävention erfordert zudem klare rechtliche Regelungen, regelmäßige Kontrollen sowie Aufklärung über artgerechte Haltung und den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren.

Einsichtnahme von Videos führt zu Anzeige

Der Europa-Park Rust ist ein großer Freizeit- und Themenpark in Baden-Württemberg, der jährlich mehrere Millionen Besucher anzieht. Er wurde im Jahr 1975 von der Familie Mack gegründet und hat sich seitdem zu einem der beliebtesten Freizeitziele Europas entwickelt. Der Park präsentiert eine Vielzahl von thematischen Bereichen, die unterschiedliche europäische Länder repräsentieren, darunter Italien, Frankreich, Spanien und Portugal, sowie spektakuläre Achterbahnen, Shows und Attraktionen für Familien, Jugendliche und Adrenalinliebhaber. Vom 29. November 2025 bis zum 18. Januar 2026 präsentiert der Europa-Park eine fesselnde Zirkus-Showrevue mit dem Monte-Carlo Circus Festival.

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In einem großen Zirkuszelt wird atemberaubende Akrobatik und mitreißende Live-Musik dargeboten. Allerdings erhielt die Tierschutzorganisation PETA drei Videos, die Aufnahmen zeigen, wie ein Hundetrainer des Winterzirkus hinter den Kulissen seine Tiere misshandelt. PETA informierte die Öffentlichkeit darüber, weil dies über Wochen hinweg wohl mehrfach zu beobachten war. Der Europa-Park selbst hatte nach Angaben des Ortenauer Landratsamtes das Veterinäramt informiert. Allerdings stellte die Behörde bei der daraufhin durchgeführten Kontrolle keine Verstöße fest. Eine Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erfolgte seitens des Veterinäramtes jedoch nach Einsichtnahme der Videos. Der Europa-Park selbst zeigte sich bezüglich des Umgangs mit den Hunden bestürzt und strich die Vorstellung sofort aus dem Programm.

(Quellen: PETA, dpa, SWR)