
Bosch plant jetzt den Abbau von mehr als 1.000 Stellen. Die Wut unter den Beschäftigten ist groß – Hunderte gingen in einem emotionalen Protest auf die Straße.
Über 1.000 Stellen sollen bei Bosch wegfallen. Während die IG Metall um jeden Arbeitsplatz kämpft, fürchten die Mitarbeiter um ihre blanke Existenz.
„Wie soll ich meine Familie ernähren?“ – Existenzängste greifen um sich
Die Stimmung unter den Beschäftigten ist angespannt. Nach der schockierenden Ankündigung des Arbeitsplatzabbaus versammelten sich am Montag rund 900 Mitarbeiter zu einer emotionalen Protestaktion. Die Bilder der Demonstration zeigen verzweifelte Gesichter und selbstgemalte Plakate, die die Wut über die Entscheidung des Managements deutlich machen. Viele fürchten um ihre berufliche Zukunft und die wirtschaftliche Absicherung ihrer Familien. Die Nachricht, dass Bosch mehr als 1.000 Stellen an seinem Standort Reutlingen streichen will, hat tiefe Verunsicherung in der Belegschaft ausgelöst. Langjährige Mitarbeiter mit 28 Jahren Betriebszugehörigkeit äußern ihr Entsetzen über die scheinbar planlose Abbaustrategie.
Besonders junge Beschäftigte mit internationaler Biografie fürchten nicht nur den Jobverlust, sondern den Verlust ihrer gesamten Lebensperspektive in Deutschland. Die Frage, wie sie künftig ihre Familien ernähren sollen, treibt viele um. Die IG Metall spricht von einem massiven Angriff auf die Beschäftigten und hat umgehend reagiert. Somit kündigte sie an, jede einzelne Stelle mit aller Kraft zu verteidigen. Und die Solidarität zeigt Wirkung: Aus mehreren Nachbarstandorten und regionalen Betrieben kamen Unterstützergruppen, um gemeinsam gegen die Stellenstreichungen zu protestieren. Die gewerkschaftliche Parole „Jede Stelle zählt“ bestimmt die weiteren Verhandlungen mit dem Management.
Gewerkschaft und Belegschaft ziehen gegen den globalen Krisenmodus des Konzerns in den Widerstand
Während an einem Standort um Arbeitsplätze gerungen wird, kämpft der Konzern an anderen Fronten mit Produktionsproblemen. Lieferengpässe bei wichtigen Halbleiterkomponenten zwingen zu Werksstilllegungen an mehreren deutschen Standorten, wo Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt werden müssen.
Der weltweite Stellenabbau von fast 15.000 Positionen unterstreicht die Dimension der Krise, in der sich der Autozulieferer befindet. Die Gespräche zwischen Management und Arbeitnehmervertretern über die konkrete Umsetzung der Stellenstreichungen bleiben weiterhin angespannt.
(Quelle: Bosch, Gewerkschaft)














