
Ein Schock für viele Deutsche: Eine weitere Familienfirma aus Baden-Württemberg ist nun offiziell insolvent. Für einige Mitarbeiter hat die aktuelle wirtschaftliche Lage jetzt ernsthafte Konsequenzen.
Seit diesem Monat ist es offiziell: Eine traditionelle Familienfirma aus Baden-Württemberg ist insolvent, obwohl sie auf über 100 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblickt.
Kein Ende in Sicht: noch eine Pleite
Die Corona-Krise hat deutschen Unternehmen zu schaffen gemacht. Doch scheinbar war sie erst der Anfang. Denn jetzt liegt sie einige Jahre zurück, und die wirtschaftliche Lage hat sich immer noch nicht gebessert. Tatsächlich hat die Bundesrepublik im Jahr 2025 sogar einen neuen Negativ-Rekord erreicht. So wurden im vergangenen Jahr so viele Insolvenzen angemeldet wie nie zuvor. Experten führen das unter anderem auf die Tatsache zurück, dass die Corona-Subventionen für viele Firmen ausgelaufen sind.
Ohne Unterstützung schaffen es viele, teils auch alt eingesessene, Unternehmen nicht, sich bei sinkender Auftragslage und steigenden Kosten zu behaupten. Die Pleite muss sich diesen Februar nun auch ein echtes Traditionsunternehmen eingestehen. Denn seit dem 24. Februar steht fest, dass die Familienfirma MEZ GmbH aus Baden-Württemberg insolvent ist. Den entsprechenden Antrag haben die Verantwortlichen beim Amtsgericht Tübingen eingereicht. Nun kümmert sich der Rechtsanwalt Holger Leichtle stellvertretend für die Kanzlei Gört in Stuttgart um die Abwicklung.
Die vielen Jahre Erfahrung reichen nicht aus
Die Tatsache, dass ein so bekanntes Familienunternehmen aus Baden-Württemberg nach unglaublichen 150 Jahren am Markt insolvent ist, trifft viele hart. Denn die Firma hat sich einen echten Namen im Bereich der Blechverarbeitung gemacht und sich fest auf dem Markt etabliert. Dabei hat es vor allem Maschinenverkleidungen, Fahrerkabinen und Blechbaugruppen für seine ebenfalls namhaften Kunden hergestellt. Die Geschäftsführerin Georgia Brielmann gibt jedoch offen zu, dass die Aufträge seit 2023 massiv eingebrochen sind.
Für die Mitarbeiter ist die Entwicklung ein harter Schlag. Denn während ihre Gehälter in den ersten drei Monaten glücklicherweise durch das Insolvenzgeld abgesichert sind, weiß niemand, was danach passiert. Nach aktuellen Informationen des Unternehmens sorgen sich 120 Angestellte jetzt um ihre Zukunft. Die Hoffnung aufgeben müssen sie jedoch noch nicht. Denn der Insolvenzverwalter will Medienberichten zufolge eine Lösung finden, um die Geschäfte fortzuführen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Reutlinger General-Anzeiger, Insolvenzbekanntmachungen)














