
Nach einer Insolvenz entscheidet sich ein Groß-Betrieb in Baden-Württemberg nun seinen deutschen Standort dichtzumachen. Die Mitarbeiter, aber auch viele Kunden, sind über das plötzliche Aus schockiert. Damit hätten sie nicht gerechnet.
Ein Groß-Betrieb in Baden-Württemberg schließt nun seinen Standort. Nachdem man bereits Insolvenz angemeldet hat, scheint das das endgültige Ende zu sein. Ganz besonders die Mitarbeiter sind schockiert.
Aus: Hier wird nicht mehr produziert
Bereits im Mai musste der Groß-Betrieb in Baden-Württemberg Insolvenz anmelden. Mittlerweile konnte man glücklicherweise neue Investoren finden, sodass der Betrieb weitergeht – jedoch nicht in einem der Produktionsstätten in Baden-Württemberg. Denn diesen Standort hat man dichtgemacht. Die Rede ist von einem CustomCells-Werk in Tübingen. Als ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts hat sich das Unternehmen auf die Produktion und Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriezellen spezialisiert. Diese Batterien werden unter anderem für die Luftfahrt, Medizintechnik, aber auch die E-Mobilität benötigt.
CustomCells ist ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts, das 2012 gegründet wurde. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Serienproduktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen für verschiedene Anwendungen, darunter Elektromobilität, Luftfahrt, maritime Anwendungen und Medizintechnik. Aufgrund einer ausbleibenden Zahlung musste der Groß-Betrieb aus Baden-Württemberg allerdings bereits im Frühling in Insolvenz gehen. Erst vor wenigen Tagen kam die erleichternde Nachricht, dass man neue Investoren gefunden hat. Für das Werk in Tübingen geht es dennoch nicht weiter.
Ein trauriges Ende für viele Mitarbeiter
Im Klartext bedeutet das: Die insgesamt 68 Angestellten haben nun keinen Job mehr. Zwar war das Werk bereits stillgelegt, aber nun steht fest: Auch mit neuen Investoren wird es nicht mehr geöffnet. In einer öffentlichen Mitteilung dazu heißt es, dass es schlichtweg keinerlei Perspektiven gegeben hat. Die derzeit noch freigestellten Angestellten können im Laufe dieses Monats damit rechnen, dass ihr Arbeitsverhältnis aufgelöst wird. Ein trauriges Ende für den Groß-Betrieb in Baden-Württemberg – insbesondere jedoch für die ehemals Angestellten, welche sich nun um einen neuen Job bemühen müssen. Dabei hat das Bundesland Baden-Württemberg die Batterieforschung der Firma erst im März mit rund acht Millionen Euro gefördert. Das jedoch hat offenbar nicht ausgereicht.














