Nach Jahrzehnten Stillstand: Schwarzwald-Bahn erlebt Comeback

Ein Zug fährt durch den Wald und überquert eine große Brücke. Deutlich zu erkennen sind die roten Waggons der Deutschen Bahn. Im Hintergrund befindet sich ein Wald, der dem Schwarzwald ähnelt. Für solche Strecken müssen Züge Auflagen zum Umweltschutz erfüllen.
Symbolbild © istockphoto/kmn-network

Nach so vielen Jahren hatten viele schon nicht mehr damit gerechnet. Nun erlebt die Schwarzwaldbahn ein Comeback. Für viele ist das ein denkwürdiger Moment. Schließlich ist die Bahn ein fester Bestandteil der regionalen Tradition und Kultur.

Die hohen Kosten, die vielen Auflagen für den Artenschutz im Schwarzwald und die Verzögerung an den Baustellen sind nicht ungesehen an der Schwarzwaldbahn vorbeigegangen. Jetzt nach Jahrzehnten folgt das überraschende Comeback.

Nach 40 Jahren: Schwarzwald-Bahn kommt endlich wieder zurück auf die Gleise

Tatsächlich hatten viele nicht mehr damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde. Nun ist der lang ersehnte Zeitpunkt gekommen: der 1. Februar. Die Hermann-Hesse-Bahn wurde vor rund 40 Jahren stillgelegt und ist seitdem nicht mehr gefahren. Nun soll es endlich wieder einen Vorstoß in die richtige Richtung geben. Zunächst einmal geht es darum, dass die Bahn im Landkreis Calw verkehrt. Die Bürger werden damit schneller in Großstädte wie Stuttgart gebracht.

Später wird die Bahn alle halbe Stunde pendeln. Sie wird auch an Feiertagen und Wochenenden fahren. Dann aber nur einmal pro Stunde. Man rechnet damit, dass Tausende Touristen und Reisende das Angebot der Schwarzwaldbahn nutzen werden, die nun endlich wieder in Betrieb genommen werden kann.

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Batteriebetrieben durch den Nordschwarzwald – nach 40 Jahren Comeback

Die Fahrt mit der Hermann-Hesse-Bahn von Calw nach Stuttgart dauert laut den Verkehrsbetrieben nur 60 Minuten. Endlich wird die Strecke durch den Nordschwarzwald wieder in Betrieb genommen. Damit haben auch die ländlichen Regionen die Möglichkeit, den Anschluss an die Ballungsgebiete zurückzugewinnen.

Der Transport soll möglichst ohne Verzögerungen und vor allem ohne Pkw und Stau erfolgen. Das Ganze ist Jahrzehnte her. Außerdem soll die Bahn später batteriebetrieben, also elektrisch und damit ökologisch vorbildlich, unterwegs sein. Außerdem sind die interessierten Bürger dazu eingeladen, am 31. Januar zum Bahnhofsfest nach Calw zu kommen. Hier kann man die Züge schon einmal begutachten und einen Blick auf den modernen Triebwagen werfen. Wenig später werden sie dann erstmals auf die Strecke gehen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Landratsamt Calw)