
Die Schienenarbeiten auf der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm sorgen jetzt erneut für Aufsehen. Denn offenbar werden die Züge dort eine ganz andere Geschwindigkeit fahren können, als es ursprünglich geplant war.
Verspätungen, Ausfälle, wenig Komfort, die Deutsche Bahn steht immer wieder in heftiger Kritik. Nun werden nach und nach die Strecken ausgebaut. Doch auf der Neubaustrecke Ulm-Wendlingen gibt es nun wieder Ärger.
Neubaustrecke sorgt für Probleme
Die Schienenarbeiten der Deutschen Bahn für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm sind in vollem Gange. Bald sollten hier eigentlich Schnellzüge unterwegs sein. Doch nun kommt es offenbar doch komplett anders, als es einmal geplant und versprochen wurde. Die Eröffnung der Strecke Ende 2022 soll jedoch eingehalten werden können.
Die Züge auf der Schnellbahnverbindung, welche aktuell zwischen Ulm und Wendlingen entsteht, sollten ursprünglich um die 250 km/h fahren können. So zumindest war es der Plan. Das klang komfortabel und würde die Bahnverbindung um einiges schneller machen, als herkömmliche Verbindungen. Doch jetzt kommt es ganz anders.
Vom Schnellzug zum „Bremsabteil“
Tatsächlich wird hier eine Schnellbahnverbindung gebaut, doch in der Realität werden die Züge nach der Eröffnung, die in der Gegenrichtung fahren werden ausgebremst. Sie dürfen erst einmal nicht schneller als 160 km/h fahren. Das sind dann 90 km/h weniger, als eigentlich geplant war.
Züge, die in die andere Richtung fahren, also von Wendlingen nach Ulm, dürfen auf der Strecke die vollen 250 km/h ausfahren. Der Abschnitt ist jedoch keine Kleinigkeit. Es handelt sich nämlich um stolze 20 Kilometer. Diese befinden sich zwischen Merklingen-Widderstall und Nabern.
Darum müssen die Züge abbremsen
Einen Grund für diese Bremsaktion nennt die Bahn natürlich auch. Die Bahn teilte mit, dass es zu wenig Zeit gab, den Abschnitt auf die Geschwindigkeit von 250 km/h zu optimieren. So eine Fahrt wird auch Hochtastfahrt genannt. Allgemein befindet sich die Schnellbahnverbindung auf dieser Strecke in einer Art Versuchsprogramm.
Ein Zug wird als Testzug auf der Strecke unterwegs sein. Das Fahrzeug pendelt hin und her und wird sich von Fahrt zu Fahrt in der Geschwindigkeit steigern. Bis der Zug schlussendlich die Höchstgeschwindigkeit erreicht hat. Die Bahn erklärte zudem, dass die Fahrzeiten sich nur geringfügig unterscheiden würden.














